Sonntag, 11. Dezember 2016

Karamell-Shortbread

Es ist wieder Plätzchenzeit! Und auch wenn ich dieses Jahr eher die altbewährten Klassiker backe und mich auf ein paar wenige Sorten beschränke, habe ich trotzdem ein neues Rezept für euch: Karamell-Shortbread. Auch dieses Rezept habe ich vor etlichen Jahren bereits gebacken und dementsprechend auch die Quelle vergessen (dieses Jahr ist irgendwie das Jahr der herausgekramten Rezepte ;) ). Die Plätzchen sind schön mürbe und der Karamell zusammen mit der Schokolade erinnert mich an den allseits beliebten Schokoriegel Twix. Wer diesen Riegel liebt, kommt also an den Plätzchen nicht vorbei. Ihr werdet es nicht bereuen, die Teile machen echt süchtig. Also nix wie ran an den Ofen.


Für 50 Plätzchen:
250g Mehl
30g Speisestärke
85g Zucker
¼ TL Salz
175g kalte Butter
25 weiche Karamellbonbons (ca. 300g)
100g Zartbitterschokolade, geschmolzen

Für das Karamell-Shortbread Mehl, Speisestärke, Zucker und Salz mischen und zusammen mit der Butter rasch zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank 1 Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Karamellbonbons halbieren. Den Teig danach in 50 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln platt drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die Plätzchen dann bei 160°C (Ober-/Unterhitze) 10 Minuten backen, dann je eine Hälfte der Karamellbonbons (mit der Schnittfläche nach unten) auf die Plätzchen setzen und weitere 3 – 5 Minuten backen, bis die Bonbons leicht verlaufen (das hat bei mir etwas länger als 5 Minuten gedauert, einfach ein Auge darauf haben und den gewünschten Bräunegrad der Plätzchen und das Verlaufen der Bonbons abwarten). Die Plätzchen abkühlen lassen und dann je einen Klecks (ca. 1 TL) Schokolade darauf verteilen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Zimtschneckenkranz

Zimtschnecken sind eine ganz große Leidenschaft von mir, ich liebe Zimt grundsätzlich und was passt auch besser zu Weihnachten? Als ich deshalb diesen Zimtschneckenkranz entdeckt habe, war klar, dass ich den unbedingt nachbauen musste. Ich habe zwar einen anderen Teig genommen und auch bei der Füllung etwas den Fett- und Zuckeranteil reduziert, denn das war mir dann doch zu mächtig. Die Idee ist genial und macht ganz schön was her. Der Kranz ist damit eine tolle Idee für Weihnachten, entweder zum Nachmittagskaffee oder aber schon zum Frühstück – was gibt es besseres als Zimtschneckenduft am Morgen?! Nichts!

 
Für den Teig:

¼ cup warmes Wasser
¼ cup Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Butter
¾ cup warme Milch
1 TL Salz
1 Ei
3 ¼ cup Mehl

Für die Füllung:
50g Butter, geschmolzen
30g brauner Zucker
30g weißer Zucker
2 TL Zimt

Für die Glasur:
3-4 EL Puderzucker
Etwas Wasser


Für den Zimtschneckenkranz das Wasser mit etwas des Zuckers und der Trockenhefe mischen und 5 Minuten ruhen lassen. Dann die Butter, Zucker, Milch, Salz und Ei in eine Schüssel geben, die Hefemischung zufügen und gründlich vermischen. Nach und nach das Mehl zufügen und alles gut verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen. Dann auf bemehlter Arbeitsfläche rechteckig (50 x 25cm) ausrollen. Die geschmolzene Butter für die Füllung auf dem Teig verstreichen. Die beiden Zuckersorten mit dem Zimt mischen und diese Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Teig aufrollen und dann zu einem Kreis formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Den Kranz in 20 gleich große Scheiben schneiden, dabei aber die Rolle nur zu ¾ und nicht vollständig durchschneiden. Die so entstandenen Stücke nun leicht überlappend aufeinander legen. Am besten stellt ihr in die Mitte des Kranzes noch eine kleine Schüssel, damit die Form beim Backen erhalten bleibt. 

 
Den Teig nun noch einmal ca. 20 Minuten gehen lassen und dann bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 20 Minuten goldbraun backen. Etwas abkühlen lassen, die Schüssel aus der Mitte entfernen. Puderzucker und etwas Wasser vermischen, bis eine zähflüssige Glasur entsteht. Die Glasur dann über den Kranz geben und am besten noch lauwarm servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Montag, 28. November 2016

Weißes Schokoladen-Soufflé

Seid ihr noch auf der Suche nach einem Dessert für Weihnachten? Dann sucht nicht weiter, denn ich habe ein weißes Schokoladen-Soufflé für euch, das perfekt dazu passt. Wir hatten das auch vor vielen Jahren einmal an Weihnachten gegessen und waren damals sehr begeistert. Leider habe ich vergessen, woher das Rezept stammt. Die weiße Schokolade ist schön dezent und harmoniert gut mit dem Mandellikör. Ein feines Dessert für alle Soufflé-Liebhaber. Und Angst muss man davor auch nicht haben, denn es ist vergleichsweise stabil und hält den Weg vom Ofen auf den Teller locker aus.


Für 8 Soufflés:

300ml Milch
60g Butter
1 Prise Salz
40g Zucker
100g weiße Kuvertüre
60g Mehl
5 Eier
40ml Mandellikör
50g Mandelblättchen



Für das Soufflé die Milch zusammen mit Butter, Salz und Zucker aufkochen lassen, dann die Kuvertüre darin schmelzen lassen. Das Mehl unter Rühren untermischen und einmal kurz aufkochen lassen, bis die Masse andickt. Sollten sich Klümpchen gebildet haben, die Masse einfach durch ein Sieb streichen. Dann die Eier trennen. Die Eigelbe unter die Milchmasse rühren, den Mandellikör ebenfalls untermischen. Das Eiweiß steif schlagen und unterheben. Die Masse in 8 gebutterte und bemehlte kleine Förmchen geben, die Mandelblättchen darüber streuen und die Soufflés bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 Minuten goldbraun backen.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 10. November 2016

Spaghetti mit Hackbällchen

Spaghetti mit Hackbällchen – ein Klassiker der italo-amerikanischen Küche – gibt es bei uns schon seit ewigen Zeiten… ein Wunder, dass ich es bisher noch nicht verbloggt habe?! Das hole ich jetzt endlich einmal nach. Das Rezept dazu habe ich vor mehr als 10 Jahren in einer Fernsehzeitschrift gefunden. Das Besondere sind die Frühlingszwiebeln und der Feta in der Sauce, dieden nötigen Pepp bringen. Ein schnelles, einfaches Gericht, was uns immer wieder hervorragend schmeckt.



Für die Hackbällchen:
500g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Ei
Salz
Pfeffer
½ TL Paprikapulver
½ TL Senf
1 TL Thymian, getrocknet
3 EL Paniermehl
Etwas Öl

Für die Sauce:

1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
500g passierte Tomaten
200g Feta, in Würfel geschnitten
Salz
Pfeffer
500g Spaghetti


Für die Hackbällchen alle Zutaten, bis auf das Öl, gründlich vermengen und gleichmäßige kleine Bällchen daraus formen. Die Hackbällchen in etwas Öl rundherum goldbraun anbraten. Das Weiße der Frühlingszwiebeln dazugeben und kurz mit anschwitzen. Mit den passierten Tomaten ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz köcheln lassen. Zum Schluss den Feta und das Grüne der Frühlingszwiebeln untermischen, kurz durchziehen lassen und mit den in reichlich Salzwasser al dente gegarten Spaghetti servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Dienstag, 1. November 2016

Veganer "Käse" mit Süßkartoffeln


Heute gibt es die vorerst letzte Variante an veganem Käse und zwar eine Variante mit Süßkartoffeln darin. Dadurch bekommt er auch diese tolle gelbe Farbe. Durch die Gewürze und die Hefeflocken schmeckt er schön würzig, ohne zu dominant zu sein. Für alle, die Abwechslung in Sachen Käse mögen, gibt es jetzt im Archiv schon einiges an Auswahl. Jeder dieser Käsesorten ist lecker, auch wenn ich persönlich nach wie vor echten Käse bevorzuge. Für alle, die aber auf tierische Produkte verzichten möchte, sind diese Käsealternativen wirklich super. Hier also kommt das Rezept.





Für den veganen „Käse“:
½ cup Süßkartoffel, in ca. 1,5cm große Würfel geschnitten
½ cup Sojamilch
½ TL Paprikapulver
½ TL Kreuzkümmel
1 TL Salz
1 EL Sojasauce
1 Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
2 EL Hefeflocken
½ cup Wasser
2 TL Agar Agar


Für den veganen „Käse“ die Süßkartoffelwürfel weich kochen und dann mit Sojamilch, Paprika, Kreuzkümmel, Salz, Sojasauce, Knoblauchzehe, Zitronensaft und Hefeflocken pürieren. Wasser mit Agar Agar aufkochen lassen und unter die Käsemischung rühren, dabei immer weiter pürieren. Die Käsemasse in eine geölte Form geben und mindestens 3 Stunden kühl stellen und fest werden lassen.


Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 23. Oktober 2016

Schokoladen-Erdnuss-Cupcakes

Es ist schon ewig her, dass ich Cupcakes gebacken habe. So konnte das nicht weitergehen ;). Da ich wieder richtig viel Lust auf die kleinen saftigen Küchlein mit der cremigen Haube hatte, habe ich mich auf die Suche nach leckeren Rezepten gemacht, die auch mein Mann essen kann. Und dieses Rezept für Schokoladen-Erdnuss-Cupcakes gefunden. Die Kombination von Schokolade und Erdnuss ist ohnehin unschlagbar. Die Cupcakes habe ich nach diesem Rezept einfach in einer Muffinform für ca. 25 Minuten gebacken, die sind ja bekannterweise schon der Hammer. Die Creme ist zwar super einfach gemacht, aber deswegen nicht minder lecker. Ein guter Wiedereinstieg in die Cupcakes also ;)


Für 12 Stück:
75g Butter
75g Erdnussbutter
120g Puderzucker
2 EL Milch

Für die Erdnuss-Creme die Butter zusammen mit der Erdnussbutter schaumig schlagen, dann den Puderzucker darüber sieben und unterrühren. Etwa 2 EL Milch zufügen, bis eine cremige, schaumige Masse entstanden ist. Die Cupcakes damit verzieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 16. Oktober 2016

Veganer „Käse“ mit Kräutern

Wie versprochen kommt heute schon die nächste Variante von veganem Käse. Die Basis sind wieder Cashewnüsse, nur kommen dieses Mal noch ganz viele Kräuter dran. Der „Käse“ hat sogar mir geschmeckt, die ich doch sonst nur echten Käse mag. Der Käse" schmeckt aufs Brot, eignet sich aber auch zum Überbacken oder z.B. auf Pizza. Für alle Veganer oder Menschen, die keine Milchprodukte vertragen, eine tolle Alternative.


Für den „Käse“:

½ cup Cashewnüsse
1 TL getrockneter Basilikum
1 TL getrockneter Oregano
1 TL Salz
1 ½ TL Speisestärke
½ Knoblauchzehe
3 EL Hefeflocken
1 EL Essig
1 TL Ahornsirup
½ cup Wasser
1 ½ TL Agar Agar Pulver
½ cup Wasser

Für den „Käse“ die Cashewnüsse mit kochendem Wasser übergießen und eine Stunde stehen lassen. Dann das Wasser abgießen und Basilikum, Oregano, Salz, Speisestärke, Knoblauch, Hefeflocken, Essig, Ahornsirup und Wasser zufügen und alles in ca. 1 Minute zu einer glatten Masse pürieren. Dann das Agar Agar Pulver mit dem restlichen Wasser und den pürierten Nüssen mischen und unter Rühren aufkochen lassen. Die Masse ca. 1 Minute kochen lassen und dann in eine geölte Schüssel oder Form gießen. Den Käse nun mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, abkühlen lassen, dann ist er schnittfest.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 9. Oktober 2016

Veganer „Schweizer Käse“

Vor einer Weile habe ich euch zum ersten Mal veganen Käse vorgestellt. Diese Variante mache ich seitdem in regelmäßigen Abständen für meinen Mann, der ja keine Milchprodukte verträgt. Mittlerweile mache ich den Käseersatz nicht wirklich vegan, da ich ihn zusätzlich mit Gelatine abbinde und dafür weniger Speisestärke benutze (die hat zu dominant geschmeckt). Dadurch wird der Käseersatz aber eher cremig und nicht wirklich schnittfest. Für Käsesauce, zum Überbacken und so weiter ist das zwar toll, aber meinem Mann hat dann der „Schnittkäse“ für aufs Brot doch irgendwann gefehlt und deshalb habe ich mich auf die Suche nach weiteren Rezepten für veganen Käse gemacht. Das nächste Rezept, das ich ausprobiert habe, war dieses für veganen „Schweizer Käse“ (die typischen Löcher müsst ihr euch dazu denken). Der Käseersatz wird dieses Mal statt mit Sojaprodukten mit Cashewnüssen und Hefeflocken gemacht und er ist sogar tatsächlich vegan, da er mit Agar Agar (das ich im Internet kaufe, dort ist es am günstigsten) zubereitet wird. Der Vorteil von Agar Agar ist, dass die Masse tatsächlich schnittfest wird. Der Käse ist sehr würzig und aromatisch, wobei er meinen Mann auch an Gelbwurst erinnert ;). Wie sich der Käse beim Überbacken verhält, konnte ich leider noch nicht testen, das folgt aber noch. Da ich von Agar Agar nun mehr als begeistert bin, habe ich natürlich gleich meine alte Variante an veganem Käse ausprobiert und mit 2 TL Speisestärke und 1 TL Agar Agar abgebunden. Das hat auch super geklappt und meinem Mann noch besser und „käsiger“ geschmeckt. In den nächsten Wochen werde ich bestimmt noch ein paar andere Varianten ausprobieren und euch hier vorstellen. Käsesorten kann man ja nie genug haben, ob nun als Ersatz oder als echten Käse :).


Für den „Käse“:
½ cup Cashewnüsse
½ cup Wasser
¼ cup Hefeflocken
1 EL Zitronensaft
1 EL Tahini
2 TL Senf
1 TL Salz
½ Knoblauchzehe
1 kleines Stück von 1 Zwiebel (ca. 5mm dicke Scheibe)
1 cup Wasser
3 TL Agar Agar Pulver

Für den „Käse“ die Cashewnüsse in reichlich Wasser für zwei Stunden einweichen lassen, dann abgießen und mit ½ cup frischem Wasser, Hefeflocken, Zitronensaft, Tahini, Senf, Salz, Knoblauch und Zwiebel gründlich pürieren, bis es nicht mehr krümelig ist. Das Wasser aufkochen lassen, dann das Agar Agar Pulver unterrühren und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Flüssigkeit andickt, dabei immer weiter rühren. Die Agar-Flüssigkeit in die Cashewmasse geben und dabei gleichzeitig pürieren. Die fertige „Käsemasse“ in eine geölte Form geben und ca. 3 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Dann kann der Käse gestürzt und sogar geschnitten werden.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 2. Oktober 2016

Türkischer Brotauflauf

Dieses Rezept für türkischen Brotauflauf habe ich bereits vor etlichen Jahren ausprobiert, zwar nur einmal, aber ich war so begeistert, dass ich es jetzt noch einmal probiert habe. Und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Die Hackbällchen sind saftig und würzig, das Brot knusprig, die Sauce cremig und die Tomaten bringen die nötige Frische. Eine schöne Kombination, die ich euch wirklich empfehlen kann.


Für die Hackbällchen:
500g Hackfleisch
1 Ei
4 EL Semmelbrösel
1 EL Oregano
Salz
Pfeffer
1 TL Paprikapulver
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen

Für die Sauce:
250g türkischer oder griechischer Sahnejoghurt
2 Eigelbe
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
½ TL Chiliflocken

Zum Zusammenbauen:
300g Fladenbrot, grob gewürfelt
16 Kirschtomaten, halbiert

Für die Hackbällchen alle Zutaten vermischen und zu kleinen Bällchen formen. Die Hackbällchen gleichmäßig von allen Seiten anbraten. In eine Auflaufform (25x15cm) die Fladenbrotwürfel geben und ca. 4 Minuten im 180°C (Ober-/Unterhitze) warmen Ofen rösten. Für die Sauce alle Zutaten verrühren. Die Kirschtomaten und die Hackbällchen zu den Fladenbrotwürfeln in die Auflaufform geben. Die Joghurtsauce darüber gießen und im Ofen 15 – 20 Minuten backen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Freitag, 30. September 2016

Kaiserschmarrn

So langsam aber sicher wird es herbstlich draußen und ich kann euch endlich diesen leckeren Klassiker vorstellen: Kaiserschmarrn. Außerdem ist ja gerade Oktoberfest, das passt doch gut. Das Rezept dazu stammt aus Johann Lafers Buch „Desserts, die mein Leben begleiten“ und ist wirklich perfekt. Der Kaiserschmarrn ist fluffig und hat trotzdem eine schöne, zuckrige Kruste. Dazu gab es bei uns Apfelmus. Man kann den Kaiserschmarrn entweder pur als Hauptgericht oder aber als Nachtisch genießen, wobei ich sagen muss, dass mir ein süßes Hauptgericht fast zu viel des Guten ist.


Für 4 Portionen:
120g Mehl
200ml Milch
1 Prise Salz
4 Eigelbe
2 Eier
4 Eiweiße
25g Puderzucker
25g Butter
30g Rosinen
25g Butter
25g Puderzucker

Für den Kaiserschmarrn das Mehl zusammen mit der Milch und dem Salz glatt rühren. Die Eigelbe und ganzen Eier untermischen. Das Eiweiß mit 25g Puderzucker steif schlagen und unter den Teig heben. In einer Pfanne die Hälfte der ersten 25g Butter zerlassen und die Hälfte des Teiges darüber verteilen. Die Hälfte der Rosinen gleichmäßig darüber streuen und den Kaiserschmarrn 10 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) im Ofen backen. Die Pfanne wieder aus dem Ofen nehmen (Vorsicht, der Griff ist heiß) und zurück auf die Herdplatte stellen. Den Kaiserschmarrn wenden und mit zwei Pfannenwendern in Stücke reißen. Die Hälfte der zweiten 25g Butter zufügen und mit der Hälfte des Puderzuckers bestreuen und karamellisieren lassen. Den Kaiserschmarrn evtl. noch mit Puderzucker bestäubt und mit Apfelmus servieren. Mit der zweiten Hälfte des Teiges ebenso verfahren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 18. September 2016

Kartoffel-Tortilla

Tortillas können verwirrend sein. Einerseits kann man darunter diese leckeren Fladen aus Weizen- oder Maismehl verstehen, die so beliebt in der mexikanischen und Tex-Mex-Küche sind. Andererseits sind Tortillas Teil der klassischen spanischen Tapas. Bisher habe ich Kartoffel-Tortillas noch nicht gegessen, was mich natürlich nicht davon abhält, diese mal selbst zu machen. Mein Mann war zuerst skeptisch, weil er meinte, dass Kartoffeln und Eier allein doch etwas langweilig seien. Als das Essen dann auf dem Tisch stand, war er jedoch begeistert, weil die Kartoffeln vorher frittiert werden, was ordentlich Geschmack ins Gericht bringt. Ein tolles Gericht, das sowohl lauwarm als auch kalt schmeckt und aus so einfachen Zutaten gemacht wird, die man fast immer im Haus hat. Man kann die Kartoffel-Tortilla zur klassischen Tapas-Platte reichen oder, wie wir, pur (z.B. mit einem Tomatensalat) genießen.


Für 4 Portionen:
800g vorwiegend festkochende Kartoffeln
Öl zum Braten
8 Eier
Salz
Pfeffer
½ TL Pimentón de la Vera, scharf
4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt

Für die Kartoffel-Tortilla die Kartoffeln schälen und in 2-3mm dünne Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne (ca. 28cm Durchmesser) reichlich Öl erhitzen (im Original stand 3cm hoch, das fand ich doch etwas viel und unnötig, bei mir waren es eher knapp 1cm und das hat auch ausgereicht). Wenn das Öl heiß ist, die Kartoffelscheiben in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Wenden ca. 10 Minuten goldgelb braten, bis die Kartoffeln gar sind. In der Zwischenzeit die Eier mit Salz, Pfeffer und Pimentón de la Vera kräftig würzen und verquirlen. Die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch zu den Kartoffeln geben und ca. 2 Minuten mitbraten. Dann die Kartoffeln durch ein Sieb abgießen und das Öl dabei auffangen. Die Kartoffeln gut abtropfen lassen und unter die verquirlten Eier mischen. Etwa 2 EL des Öls in der Pfanne wieder erhitzen und die Kartoffel-Eier-Masse in die Pfanne geben, gleichmäßig verteilen und die Tortilla zugedeckt bei schwacher Hitze 6 Minuten stocken lassen. Die Tortilla wenden (am besten auf einen großen Teller gleiten lassen und dann zurück in die Pfanne stürzen). Die Tortilla von der zweiten Seite noch einmal ca. 6 Minuten fertig braten. Die Tortilla kann warm oder kalt gegessen werden und darf auf keiner Tapas-Platte fehlen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 14. September 2016

Morir Soñando

Bevor die letzten heißen Tage vorbei sind, muss ich euch noch dieses Getränk vorstellen: Morir Soñando. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Milch, Zucker und Orangensaft. Eigentlich ganz simpel, aber doch unglaublich lecker. Es erinnert mich an das Eis, das ich als Kind so gern gegessen habe. Kennt ihr da vielleicht (ich glaube, heute gibt es das nicht mehr): das war eine Mischung aus Orangen- und Vanilleeis, das in einer Plastikröhre war, durch die man das Eis stückchenweise mit einem roten Stäbchen nach oben schieben konnte. Leider fällt mir der Name nicht mehr ein (ist ja auch schon ewig her ;) ). Dieses Getränk hier schmeckt ganz ähnlich und ist eine wunderbare Erfrischung an einem heißen Spätsommertag. Ich gehe jetzt raus und genieße noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor es am Wochenende wieder kühler werden soll.


Für 2 Gläser:
250ml Milch (oder halb normale Milch, halb Kondensmilch)
30g Zucker, am besten selbstgemachten Vanillezucker
250ml Orangensaft
Reichlich Eiswürfel

Für den Morir Soñando Milch und Zucker mischen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Milch in den Gefrierschrank stellen, bis die Milch sehr kalt ist (aber nicht gefroren). Den Orangensaft dann unter Rühren untermischen und mit reichlich Eiswürfeln servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 11. September 2016

Tökfőzelék

Ich habe ja schon einiges an ungarischem Essen für euch verbloggt, dabei aber noch eine wichtige Sache vergessen: Tökfőzelék. Tökfőzelék ist ein typisch ungarisches Kürbisgemüse, zu dem Pörkölt und Weißbrot gegessen wird. Ich kenne und liebe dieses Gericht aus meiner Schwiegerfamilie und verbinde es immer mit dem Sommer. Wenn man nicht das Glück hat eine ungarische Schwiegermutter zu haben, die einem den Kochkürbis direkt aus Ungarn mitbringt und man keinen vergleichbaren hellen Kürbis hier findet, kann man auch Zucchini nehmen. So oder so, schmeckt das Gericht einfach nur wunderbar aromatisch, besonders durch den vielen Dill. Wohlfühlessen pur. Ich rate euch: nachmachen, so schnell es geht :).


Für das Tökfőzelék:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
Öl
1 ungarischer Kürbis oder 2 – 3 große Zucchini
1 TL Paprikapulver
Etwas Wasser oder Brühe
1 – 2 EL Mehl
3 – 4 EL saure Sahne
1 EL Essig
Salz
Pfeffer
Reichlich Dill, fein gehackt


Für das Tökfőzelék die Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch in etwas Öl glasig dünsten. In der Zwischenzeit den Kürbis schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch raspeln. Das Paprikapulver über die Zwiebeln stäuben und die Kürbisraspeln zufügen. Etwas Wasser oder Brühe zufügen, aber nur ganz wenig, damit der Kürbis am Anfang nicht anbrät, danach verliert er reichlich Flüssigkeit. Den Kürbis ca. 15 Minuten leise köcheln lassen. Mehl mit saurer Sahne und Essig glatt rühren und unter das Kürbisgemüse mischen. Das Gemüse noch etwas köcheln lassen, bis die Flüssigkeit andickt. Dann kräftig mit Salz, Pfeffer und reichlich frischem Dill würzen. Dazu isst man Weißbrot und Pörkölt, z.B. aus Hähnchen oder Schwein.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 4. September 2016

Maultaschen

Heute macht der Spätsommer noch eine kurze Pause und so kann ich euch endlich mal die Maultaschen vorstellen, auf die ich vor längerer Zeit bereits richtig Lust hatte. Der Teig ist ganz schnell gemacht und auch die Füllung ist ebenso fix vorbereitet. Nur das Zusammenbauen dauert wieder ein paar Minuten, macht das Gericht aber nicht viel aufwändiger. Die Taschen sind schön würzig und herzhaft, einfach nur lecker.


Für den Teig:
300g Mehl
1 TL Salz
3 Eier

Für die Füllung:
250g TK Blattspinat, aufgetaut
250g gemischtes Hackfleisch
250g Bratwurstbrät, roh
1 Ei
2 – 3 EL Semmelbrösel
Salz
Pfeffer
Gemahlene Muskatnuss

Zum Servieren:
1,5 Liter Brühe

Für die Maultaschen Mehl, Salz und Eier zu einem glatten Nudelteig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür das überschüssige Wasser aus dem Blattspinat kräftig ausdrücken. Den Spinat fein hacken und mit Hackfleisch, Bratwurstbrät, Ei und Semmelbrösel gründlich zu einer glatten Masse vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig würzen. Den Nudelteig zu gleichmäßig dünnen Platten ausrollen (bei der Nudelmaschine Stufe 4 von 7). Jeweils einen EL Füllung mit etwa 2cm Abstand auf die Mitte je einer Platte setzen. Eine zweite Teigplatte darüber legen und den Teig um die Füllung gut verschließen, dabei die Luft herausdrücken. Die Ränder um die Füllung sauber abschneiden. Die Maultaschen in heißer Brühe ca. 12 Minuten garen und dann in der Brühe servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 28. August 2016

Tiramisu ohne Milch und rohes Ei

Da mein Mann ja keine Milchprodukte verträgt und ich es immer so schade finde, wenn er nicht alles essen kann, habe ich mich dieses Mal auf die Suche nach einem Tiramisu, das auch er verträgt, gemacht. Der Einfachheit halber suche ich dann immer nach veganen Rezepten, da kann ich sicher sein, dass er alles essen kann. Da es mittlerweile ja sogar Sojaquark gibt, bieten sich ganz viele Möglichkeiten für Desserts an. Zuerst habe ich das Tiramisu nach dieser Vorlage gemacht, womit ich aber noch nicht ganz so zufrieden war. Es war etwas zu fest und der Gries war für meinen Geschmack zu dominant. Hier seht ihr das Ergebnis.


Dann habe ich es mit meinem altbewährten Rezept „gekreuzt“ und heraus kam eine wunderbar luftige, samtige Creme, die fast wie ein richtiges Tiramisu schmeckt. Wer statt der Löffelbiskuits noch vegane Kekse benutzt erhält ein völlig veganes Tiramisu. Wenn man nur aufgrund der Sommerhitze, oder weil alte Menschen,
Kinder oder Schwangere (dann solltet ihr das Rum-Aroma statt des Amarettos benutzen) mitessen, auf rohe Eier verzichten möchten, kann man die Sojaalternativen auch durch normale Milch, Mascarpone (oder Quark für eine leichtere Variante) und normale Sahne ersetzen. Wie ihr seht, ist diese Tiramisu-Variante deutlich cremiger und luftiger. Uns hat sie echt wunderbar geschmeckt, also eine eindeutige Nachmachempfehlung.


Für die Creme:
200ml Sojamilch
100g Zucker
50g Grieß
Mark 1 Vanilleschote
1 Prise Salz
3 EL Amaretto oder 1 Fläschchen Rum-Aroma
300g Sojaquark
30g Zartbitterschokolade, fein gehackt
200ml gesüßte Schlagcreme (z.B. von Schlagfix)

Zum Zusammenbauen:
24 Löffelbiskuits
100ml starker Espresso
Kakao zum Bestäuben

Für die Creme Sojamilch zusammen mit Zucker, Grieß, Vanillemark und Salz unter Rühren aufkochen lassen, bis der Grieß die Masse andickt. Die Creme abkühlen lassen, Amaretto oder Rum-Aroma unterrühren und dann den Sojaquark unterheben. Die Schokolade untermischen, die Schlagcreme steif schlagen und dann vorsichtig unter die Creme heben. Dann das Tiramisu wie gewohnt schichten, also die Hälfte der Löffelbiskuits leicht in den Espresso tunken und eine Schicht in eine Auflaufform setzen, dann eine Schicht Creme darüber, dann wieder Löffelbiskuits und mit einer Schicht Creme abschließen. Das Tiramisu über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen und vor dem Servieren noch mit Kakao bestäuben.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 21. August 2016

Körözöttes

Da wir dieses Jahr nicht nach Ungarn in den Urlaub fahren konnten (leider :( ), mussten wir uns Ungarn nach Hause holen. Dafür gibt es nicht nur Tökfőzelék (ein typisches Kürbisgericht, das ich unbedingt noch einmal posten muss), Pörkölt, töltött paprika, kakaós csiga, Lecsó, Blätterteig-Kraut-Snack und Túró Rudi sondern auch Körözöttes. Das ist eine würzige Quarkcreme, die man in Ungarn gerne zum Frühstück isst. Das Rezept dafür stammt von meiner Schwiegermutter, bei der ich das zum ersten Mal vor vielen Jahren in unserem ersten Ungarnurlaub gegessen habe. Besonders wenn es sehr warm ist, ist dieser Brotaufstrich perfekt, da er so wunderbar würzig und gleichzeitig erfrischend ist. Der Quark, den man in Ungarn erhält, ist eher körnig und nicht so cremig, wie wir ihn aus Deutschland kennen. Ein guter Ersatz dafür ist daher körniger Frischkäse. Wichtig ist natürlich, dass man die hellgelben ungarischen Paprikaschoten benutzt, die so wichtig für den Crunch in der Creme und die Frische sind. Wenn jetzt nächste Woche noch das Wetter mitspielt, dann fühlen mein Mann und ich uns fast wie in Ungarn und nächstes Jahr kann uns nichts mehr von einem Ungarnurlaub abhalten :).


Für die Creme:
400g körniger Frischkäse
200g Schmand
3 gelbe, ungarische Paprikaschoten, in feine Würfel geschnitten
2 große Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
1 ½ TL Paprikapulver
1 TL Senf
Salz
Pfeffer

Für das Körözöttes den körnigen Frischkäse mit dem Schmand verrühren. Die Paprikaschoten, den Knoblauch, das Paprikapulver (vorsichtig damit, die Creme darf nur hellrosa sein, also nicht zu viel und nicht zu wenig) und den Senf untermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Körözöttes schmeckt am besten zu hellem Weißbrot (wir haben es mit türkischem Fladenbrot gegessen, das kommt dem ungarischen Brot zumindest von der Konsistenz am nächsten). Die Creme hält sich ca. 3 – 5 Tage im Kühlschrank.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 14. August 2016

Kartoffel-Piroggen

Auch wenn heute und vermutlich auch die nächste Woche perfektes Grillwetter ist, so ist dieser Sommer doch echt durchwachsen und so gar nicht sommerlich. In unserem Garten dümpeln die Tomaten- und Paprikapflanzen nur so vor sich hin und nichts wächst wirklich ordentlich oder wird reif, außer natürlich das Unkraut. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn ich jetzt mit einem kräftigen, würzigen und herzhaften Rezept für Kartoffel-Piroggen um die Ecke komme. Wobei, die schmecken auch lauwarm an einem Sommerabend sehr gut. Das Rezept dazu habe ich aus irgendeiner Frauenzeitschrift, die ich bei meiner Schwiegermutter gelesen habe, rausgerissen. Ich kann euch leider nicht mehr sagen aus welcher, aber ich habe ohnehin noch ein bisschen was am Rezept für die Füllung gedreht und es ein wenig aufgepeppt.


Für den Teig:
75ml lauwarme Milch
1 EL Butter
½ Würfel Hefe
1 Prise Zucker
125g Dinkelvollkornmehl
125 Weizenmehl, Type 405
1 Ei
1 Prise Salz

Für die Füllung:
350g Kartoffeln
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
Öl
50g Butter
1 Handvoll Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill, etc.), fein gehackt
Salz
Pfeffer
Frisch geriebene Muskatnuss
Chiliflocken

Für den Teig die Milch und Butter mischen, bis die Butter gelöst ist. Die Hefe darin auflösen und eine Prise Zucker zugeben. Die beiden Mehlsorten, Salz, Ei und die Hefemischung vermischen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat. In der Zwischenzeit die Kartoffeln in reichlich Salzwasser garen, bis sie weich sind. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in etwas Öl glasig dünsten. Die Kartoffeln abgießen, schälen und dann mit Butter zusammen zerstampfen. Die Lauchzwiebeln zufügen und mit Kräutern, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Chiliflocken abschmecken. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und runde Kreise, ca. 8cm Durchmesser, ausstechen. Je einen Teelöffel Füllung auf die Kreise geben, die Ränder mit etwas Wasser befeuchten und zusammen klappen und drücken. Die Piroggen in Salzwasser ca. 3-5 Minuten kochen. Abtropfen lassen und mit Sauerrahm servieren. Man kann die Piroggen auch in Butterschmalz noch goldgelb ausbacken.  Bei uns gab es noch gedünstete Zwiebeln dazu, eine schöne Kombination.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 7. August 2016

Glasnudeln mit Hackfleisch

Heute gibt es mal wieder ein leicht asiatisch angehauchtes Rezept für euch und zwar Glasnudeln mit Hackfleisch. Im Grunde genommen ist es eine asiatische Bolognese. Die Sauce ist nur viel schneller gemacht, schmeckt frisch und leicht und die Glasnudeln sind eine tolle Abwechslung zur normalen Pasta. Eigentlich hatte ich das Rezept nur so gemacht, mein Mann fand es dann aber so lecker, dass es unbedingt auf dem Blog verewigt werden musste. Also hier kommt es.


Für die Sauce:

1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
30g frischer Ingwer, geschält und fein gerieben
4 Frühlingszwiebeln, in 1 cm dicke Ringe geschnitten
1 frische rote Chilischote, fein geschnitten
1 EL Öl
500g Schweinehackfleisch
1 Msp. Sambal oelek
4 EL Sojasauce
200ml passierte Tomaten
Salz
Pfeffer
200g Glasnudeln

Für die Soße die Zwiebel zusammen mit Knoblauch, Ingwer und dem Weißen der Frühlingszwiebeln sowie der Chilischote in Öl glasig dünsten. Dann das Hackfleisch zufügen und krümelig braten. Das Sambal oelek zugeben und mit Sojasauce sowie passierten Tomaten ablöschen. Die Soße einmal aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und das Grüne der Frühlingszwiebeln untermischen. In der Zwischenzeit die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten quellen lassen, dann gut abtropfen lassen und zusammen mit der Sauce servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 31. Juli 2016

Bauernbrot (No Knead)

Heute kommt noch ein vorerst letztes Rezept für Sauerteigbrot für euch. Dieses Mal handelt es sich um ein Bauernbrot, das ganz ohne Kneten auskommt. Da mir das mit dem Löffel aber zu beschwerlich beim Rühren ist, nehme ich trotzdem die Rührmaschine. Aber es geht auch ohne, deshalb könnt ihr auch Brot backen, ohne besonderes Equipment. Das Brot ist schön würzig, hat eine gleichmäßige Porung und eine schöne krosse Kruste. Ein sehr leckeres Brot, eines meiner Lieblingsbrote bisher. Vorerst habe ich jetzt alle Varianten durchprobiert, bin aber immer für neue Anregungen dankbar. Habt ihr noch Rezepte (besonders für Roggenbrote, die nicht krümelig werden), die ich unbedingt ausprobieren muss? Dann immer her damit.


Für den Sauerteig:
150g Roggenmehl, Type 1150
120g Wasser
15g Roggenanstellgut

Für den Autolyseteig:
450g Weizenmehl, Type 1050
300g Wasser (35°C)

Für den Hauptteig:
Sauerteig
Autolyseteig
150g Roggenmehl, Type 1150
75g Wasser (40°C)
10g Butter
30g Honig
15g Salz


Für den Sauerteig alle Zutaten mischen und 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Für den Autolyseteig am Backtag Mehl und Wasser vermischen und 60 Minuten ruhen lassen. Für den Hauptteig nun alle Zutaten mit einem Löffel vermischen. Den Teig 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dabei alle 30 Minuten falten. Danach den Teig zu einem länglichen Brotlaib formen. Das Brot mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 70 Minuten reifen lassen. Das Brot einschneiden und bei 250°C 15 Minuten mit Dampf backen. Dann den Dampf entweichen lassen und die Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 50 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 24. Juli 2016

Pizzateig ohne Kneten

Nachdem ich angefangen habe Pizza selbst zu machen, gab es kein Zurück mehr: nie wieder Fertigpizza und Co. Selbstgemacht ist einfach so viel besser, das sprengt jeden Vergleich. Über die Jahre hinweg habe ich dann immer wieder an der perfekten Pizza gearbeitet und so einiges verändert. Eine andere Form, einen anderen Teig, unterschiedliche Arten des Belags und so weiter. 
Jetzt bin ich der perfekten Pizza recht nahe gekommen: der Teig geht 24 Stunden und wird nur mit extrem wenig Hefe angesetzt und dann muss er noch nicht einmal geknetet werden. Dadurch ergibt sich ein wunderbar aromatischer Teig, der knusprig ausbäckt und schöne Poren und eine tolle Kruste hat. 
Als nächstes habe ich mir einen Pizzastein zugelegt, wobei ich damit wirklich noch ein bisschen üben musste. Am Anfang landeten die Pizza halb auf dem Stein und der Belag daneben. Was ein Chaos und welch eine Sauerei, die ich danach irgendwie wieder beseitigen durfte. Ich war schon kurz davor aufzugeben, habe dann aber doch noch einen Versuch gewagt. Den Teig habe ich mit einem klitzekleinen bisschen weniger Wasser zubereitet und nach geeignetem Equipment für das Hinüberbugsieren auf den Pizzastein gesucht. Gefunden habe ich jetzt ein Brett, das zwar dafür auch nicht optimal ist, aber es funktioniert halbwegs. Der Belag besteht aus würziger Salami und ganz viel Käse und die Pizza war echt der Hammer. 
Näher an die perfekte Pizza komme ich jetzt nur noch mit dem richtigen Equipment und einem echten Holzofen. Der Teig aber, der ist perfekt, den könnt ihr auch für alle anderen Varianten an Pizza nutzen. Also nix wie ran an den Ofen!


Für den Teig:
375g Mehl
1/8 TL Trockenhefe
1 TL Salz
250ml Wasser


Für den Pizzateigs abends um 19 oder 20 Uhr alle Zutaten mit einem Löffel verrühren und dann abgedeckt über Nacht bis zum nächsten Abend bei Raumtemperatur stehen lassen. Den Ofen (am besten mit einem Pizzastein) so heiß wie möglich, mindestens aber auf 250°C vorheizen. Den Pizzateig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche noch einmal durchkneten, bis er nicht mehr an der Arbeitsfläche klebt. Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen und jeweils mit den Händen zu dünnen runden Fladen drücken (nicht mit einem Nudelholz rollen!). Je einen Fladen auf ein Holzbrett, das gründlich mit Mehl bestäubt ist legen. Den Teig nach Belieben mit Tomatensoße, Käse und gewünschtem Belag belegen und dann auf den Pizzastein „schubsen“. Die Pizza ca. 5-8 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 17. Juli 2016

Teriyaki Fleischbällchen

Heute habe ich wieder ein leicht asiatisch angehauchtes Gericht für euch: Teriyaki Fleischbällchen. Die Fleischbällchen werden vergleichsweise neutral und leicht gewürzt, dafür aber in einer kräftigen, aromatischen und würzigen Sauce gegart. Ingwer, Sojasauce und Knoblauch spielen hierbei eine Hauptrolle und ergänzen sich wunderbar. Dazu gab es bei uns Quinoa, aber auch Reis schmeckt toll dazu. Eine schöne Abwechslung zur normalen Frikadelle und dem bereits allseits bekannten italienischen Fleischbällchen (hierfür habe ich noch gar kein Rezept online, fällt mir gerade ein….).


Für die Sauce:
¼ cup Sojasauce
1 cup Wasser
1 EL frisch geriebener Ingwer
½ Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL brauner Zucker
1 EL Honig
1 EL weißer Essig
1 EL Speisestärke

Für die Fleischbällchen:
500g Rinderhackfleisch
1 Ei
1/3 Semmelbrösel
½ TL Salz
Pfeffer
1 TL Worcestershiresauce
½ Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Öl

Zum Servieren:
Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
150g Quinoa

Für die Sauce alle Zutaten gründlich verrühren. Für die Fleischbällchen alle Zutaten bis auf das Öl gut vermischen und dann zu kleinen Bällchen formen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten goldbraun anbraten. In der Zwischenzeit den Quinoa nach Packungsangabe kochen. Die Sauce über die Fleischbällchen gießen und noch ca. 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Fleischbällchen gar sind und die Sauce angedickt ist. Die Frühlingszwiebeln darüber streuen und zusammen mit dem Quinoa servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 10. Juli 2016

Roggenvollkornbrot

Heute habe ich ein reines Roggenvollkornbrot für euch. Ich mag den herzhaften, kräftigen und würzigen Geschmack von Roggen. Da es sich um Roggenvollkornmehl handelt und keine weiteren Triebmittel als Sauerteig verwendet wird, ist das Brot etwas kompakter. Ich finde es aber trotzdem super lecker. Am besten schmeckt das Brot mit einem kräftigen Brotbelag. Toll stelle ich mir das Brot auch zu den typisch hessischen Gerichten Kochkäse oder Handkäse mit Musik vor.


Für den Sauerteig Stufe 1:
85g Roggenvollkornmehl
85g Wasser (50°C)
9g Roggenanstellgut
Für den Sauerteig der Stufe 1 alle Zutaten verrühren und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Für den Sauerteig Stufe 2:
260g Roggenvollkornmehl
230g Wasser (40°C)
9g Salz
Für den Sauerteig der Stufe 2 zu dem Sauerteig der Stufe 1 Mehl, Wasser und Salz zugeben, gründlich verrühren und 8-10 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.  

Für den Hauptteig:
Sauerteig Stufe 2
100g Roggenvollkornmehl

Für den Hauptteig dann noch das restliche Mehl zufügen alles gut vermengen und zu einem länglichen Brot formen. Das Brot mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten reifen lassen. Das Brot einschneiden und bei 240°C 15 Minuten backen (ohne Dampf). Dann die Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 30 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 3. Juli 2016

Manti

In letzter Zeit habe ich gerne türkische Rezepte ausprobiert. Neben dem Lamahcun, den ich euch letztens schon vorgestellt habe, sind Manti, also eine Art türkische Tortellini, ein Muss. Der Teig und die Füllung sind, wie immer, schnell gemacht, nur das Füllen und Zubereiten benötigt ein bisschen Zeit oder ein weiteres Paar helfende Hände. Dazu gibt es einen Joghurt Dip und schon hat man eine würzige, leckere und durch den Joghurt erfrischende Mahlzeit auf dem Tisch. Besonders die herzhafte, kräftig gewürzte Füllung mit ganz vielen Kräutern hat es mir angetan, die ist wirklich so lecker. Macht das unbedingt mal nach.


Für den Teig:
400g Mehl
1 Ei
1 Eigelb
½ TL Salz
125ml Wasser

Für die Füllung:
250g Rinderhackfleisch
1 Zwiebel, sehr fein gewürfelt
½ frischer Petersilie, fein gehackt
½ TL getrocknete Minze
½ TL Kreuzkümmel
½ TL Paprikapulver
½ TL Salz
Pfeffer

Zum Servieren:
300g türkischer Joghurt
2 Knoblauchzehen, zu einer feinen Paste verrieben
Salz
2 EL Butter
1 TL Pul Biber


Für den Teig Mehl, Eier, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt 45 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit für die Füllung alle Zutaten gründlich verrühren. Dann den Teig in vier Teile teilen und mit der Nudelmaschine zu gleichmäßig dünnen Streifen ausrollen (Stufe 4 von 7 bei meiner Maschine). Die Nudelbahnen zu 5x5cm großen Quadraten schneiden. Die Füllung gleichmäßig (ca. ½ TL) mittig auf allen Quadraten verteilen. Dann je zwei gegenüberliegende Ecken zusammendrücken, sodass Pyramiden entstehen. Die Teigränder gut verschließen, damit die Füllung nicht beim Kochen heraustritt. 



Zum Servieren den Joghurt mit dem Knoblauch und etwas Salz abschmecken. Die Butter zerlassen und Pul Biber einrühren. Die Nudeln in kochendem Salzwasser ca. 5-6 Minuten garen (am besten nacheinander oder in einem sehr großen Topf), herausheben und sofort mit der Joghurtsoße und der Gewürzbutter servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 26. Juni 2016

Schwarzbierroggenbrot

Heute gibt es wieder ein sehr kräftiges und würziges Brot mit Roggenmehl und Bier. Beim Bier könnt ihr ein wenig rumprobieren, was euch am besten schmeckt, es sollte allerdings nicht zu süß sein. Das Bier schmeckt zwar nicht sonderlich dominant im fertigen Brot, gibt aber eine kräftige Würze und ein schönes, rundes Aroma. Das Brot schmeckt gut zu einer zünftigen Brotzeit, harmoniert aber auch mit süßen Aufstrichen wunderbar.


Für den Sauerteig:
230g Roggenmehl, Type 1150
230g Wasser
23g Roggenanstellgut

Alle Zutaten gut verrühren und abgedeckt bei Raumtemperatur 16 Stunden ruhen lassen.

Für den Hauptteig:

Sauerteigansatz
240g Roggenvollkornmehl
220g Roggenmehl, Type 1150
12g Salz
Ca. 240ml Schwarzbier





Für das Brot das Roggenvollkornmehl mit dem Bier vermischen und 1 – 2 Stunden quellen lassen. Dann die übrigen Zutaten zufügen und alles in ca. 7 Minuten gründlich verkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Brotlaib formen und mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 90 Minuten ruhen lassen. Das Brot bei 250°C (Ober-/Unterhitze) 15 Minuten mit Dampf backen, dann den Dampf entweichen lassen, die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 45 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 19. Juni 2016

Lila Schokoladentorte

Heute habe ich zur Abwechslung mal wieder etwas Süßes für euch und zwar eine Lila Schokoladentorte. Das Rezept dazu stammt aus einem Dr. Oetker Backbuch, aber da sie die Rezepte ja immer wieder auch in neuen Büchern verwursten, findet man es auch in mehreren Büchern. Wer sich nun unter dem Namen nichts vorstellen kann, dem sei gesagt, dass es sich um eine Heidelbeertorte mit Quark und weißer Schokolade handelt. Ein Traum, sage ich euch und ganz einfach gemacht noch dazu. Wenn denn nun endlich mal so etwas wie Sommer ist, passt diese Torte auch hervorragend dazu, weil sie so schön erfrischend und fruchtig ist.


Zum Vorbereiten:

1 Glas Heidelbeeren (Abtropfgewicht 125g)
25g gemahlene Mandeln

Für den Rührteig:
125g Butter
75g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
150g Mehl
2 TL Backpulver
50g weiße Schokolade, fein gehackt

Für den Creme:
5 Blatt weiße Gelatine
250g Sahnequark
50g Zucker
250ml Heidelbeersaft (aus dem Glas, evtl. mit Wasser aufgefüllt)
200ml Schlagsahne

Zum Verzieren:

50g weiße Schokolade, grob gehackt
1 TL Öl

Für die Lila Schokoladentorte die Heidelbeeren abgießen und dabei den Saft auffangen, dann die Heidelbeeren mit den gemahlenen Mandeln mischen. Die Butter mit dem Rührgerät schaumig rühren, dann Zucker und Vanillezucker unterrühren und weißschaumig aufschlagen. Die Eier nach und nach unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und in zwei Portionen auf niedrigster Stufe nur kurz unterrühren. Die gehackte Schokolade kurz unterheben. Den Teig in eine vorbereitete Springform (26cm Durchmesser) füllen. Die Heidelbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Kuchenboden bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 35 Minuten (Stäbchenprobe!) backen. Den Boden aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost vollständig erkalten lassen. Wenn der Boden kalt ist, diesen auf eine Tortenplatte legen und einen Tortenring eng darum stellen. Für den Belag die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Quark mit Zucker und dem Heidelbeersaft verrühren. Die Gelatine ausdrücken und dann bei schwacher Hitze unter Rühren auflösen (die Gelatine darf nicht kochen). Etwas von der Quarkmasse zur Gelatine geben und verrühren (Temperaturausgleich). Dann die Gelatine zur restlichen Quarkmasse geben und gründlich unterrühren. Die Quarkmasse kühl stellen und in der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Wenn die Quarkmasse anfängt zu gelieren, die Sahne unterheben. Die Creme auf den Tortenboden geben, glatt streichen und mindestens 2 Stunden kalt stellen. Zum Verzieren die Schokolade mit Öl über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Schokolade etwas abkühlen lassen und dann in Flecken auf der Torte verteilen. Vor dem Serviere den Tortenring lösen und entfernen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 12. Juni 2016

English Muffins

Heute kommt nun noch das passende Rezept für leckere English Muffins zu den Baked Beans der letzten Woche. English Muffins habe ich schon einmal in der Vollkorn-Variante gemacht, dieses Mal gibt es die „ungesunde“ Version mit normalem Weizenmehl. Das passt einfach noch besser zu den gebackenen Bohnen und wenn schon, denn schon.


Für 8 Muffins:

300g Mehl
6g Trockenhefe
1 TL Natron
6g Salz
15g Zucker
15g Butter
1 Ei
120ml Wasser
Polenta zum Bestreuen des Backblechs

Für die English Muffins das Mehl mit Hefe, Natron, Salz und Zucker mischen. Butter und Ei zufügen und so viel des Wassers unter Kneten zufügen, bis ein glatter, weicher Teig entsteht, der sich von Schüsselrand löst. Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche 2,5cm dick ausrollen und 10cm große Kreise ausstechen. Die Teigkreise auf ein mit Polenta leicht bestreutes Backblech setzen und weitere 20 Minuten ruhen lassen. Dann die Teigkreise ohne Fett in einer heißen Pfanne von jeder Seite ca. 2 Minuten goldbraun braten. Dann wieder zurück auf das Backblech setzen und im 160°C (Ober-/Unterhitze) heißen Ofen noch 10 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 5. Juni 2016

Baked Beans

Heute komme ich damit vielleicht etwas spät, aber dafür habe ich eine super Idee für euer nächstes Sonntagsfrühstück. Auch wenn es etwas verrufen ist, so ist das Englische Frühstück doch eine Klasse für sich und ich muss sagen, ich fand es mordsmäßig lecker, auch wenn ich das nicht jede Woche, geschweige denn jeden Tag essen könnte (allein mengenmäßig :) ). Zu einem Englischen Frühstück gehören neben Würstchen, Speck und Eiern, evtl. gebackenen Pilzen und Tomaten (die habe ich für uns dieses Mal weggelassen), English Muffins (das Rezept folgt dann nächste Woche), natürlich auch die berühmten Baked Beans. Baked Beans gibt es natürlich fertig in der Dose zu kaufen, was zwar eine erhebliche Zeitersparnis darstellt, aber nur halb so lecker schmeckt. Deshalb habe ich die Bohnen natürlich selbst gemacht und mit etwas Vorbereitung lässt sich das ganz gut auch zum Frühstück fertig stellen. Am besten bereitet man die Bohnen nämlich am Vortag zu und wärmt sie dann am nächsten Tag einfach wieder auf. Und die sind wirklich lecker, cremig und so schön würzig. Wer also Liebhaber eines richtigen, deftigen Frühstücks ist, der sollte sich das Rezept auf jeden Fall für nächste Woche vormerken.


Für die Baked Beans:
250g getrocknete weiße Bohnen
750ml Wasser
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe, angedrückt
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
Öl
300ml passierte Tomaten
200ml Wasser
2 TL Senf
2 TL Worcestershiresauce
4 EL brauner Zucker
2 Nelken
1 EL Essig
Salz
Pfeffer
4-5 Baconstreifen


Für die Baked Beans die getrockneten weißen Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Das Einweichwasser abgießen und die Bohnen mit dem frischen Wasser, Lorbeerblatt und der Knoblauchzehe 45 Minuten leicht köcheln lassen. Dann die Bohnen abgießen und abspülen. Die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, mit passierten Tomaten und Wasser ablöschen. Mit Senf, Worcestershiresauce, braunem Zucker, Nelken, Essig, Salz und Pfeffer kräftig würzen. Dann die Bohnen untermischen. Die Baconstreifen oben auf den Bohnen gleichmäßig verteilen und ohne Deckel im 180°C heißen Backofen 45 Minuten backen. Wenn die Soße zu dicklich ist, einfach noch etwas Wasser untermischen.


Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 29. Mai 2016

Weiches Roggenbierbrot

Heute habe ich wieder einmal ein Brotrezept für euch. Dieses Mal handelt es sich um eines mit Bier und dafür ohne Sauerteig. Es ist schön fluffig und weich, saftig und sehr aromatisch. Das Bier schmeckt man aber nur ganz dezent, keine Sorge. Das Rezept stammt aus dem „Ratgeber“ Magazin (1/2016) und hat mich gleich angesprochen. Und es hat mich nicht enttäuscht, es ist wirklich ein sehr leckeres, einfaches und noch dazu schnell gemachtes Brot.


Für das Brot:

600g Mehl, Type 405
250g Roggenvollkornmehl
½ Würfel Hefe
1 EL Salz
500ml lauwarmes Wasser
300ml Bier

Für das Roggenbierbrot die beiden Mehlsorten und das Salz mischen. Hefe in 250ml des Wassers auflösen und zum Mehl geben. Bier und so viel des restlichen Wassers zufügen und vermischen bis ein sehr weicher Teig entsteht. Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mithilfe eines Teigschabers übereinander falten, bis ein elastischer Teig entsteht. Den Teig in einer Schüssel zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig danach auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem runden Brotlaib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Noch einmal 30 Minuten gehen lassen und dann bei 200° (Ober-/Unterhitze) 1 Stunde backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 22. Mai 2016

Lahmacun

Geht ihr auch hin und wieder zum Dönerladen? Also ich muss zugeben, dass das schon manchmal echt lecker ist und im Vergleich zu anderem Fast Food ist es nicht nur vergleichsweise gesund (viel Gemüse) sondern hat meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber ich wäre ja nicht Miri die Foodbloggerin wenn ich das nicht versuchen würde selbst zu machen. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Rezepten für Lahmacun, meiner Lieblingsbestellung in besagten Läden, gemacht und mir dann noch so das ein oder andere zusammen gesucht. Herausgekommen ist das hier. Super lecker und schmeckt fast wie das Original. Allerdings macht es deutlich mehr Arbeit als es zu bestellen, aber alles lässt sich gut in Ruhe vorbereiten und das schreckt bei dem Ergebnis und Geschmack nicht ab.


Für den Teig:

500g Mehl
½ Würfel Hefe
1 EL Zucker
350ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz

Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben und die Hefe zusammen mit dem Zucker in der Hälfte des Wassers auflösen, dann zum Mehl geben. Salz zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten, dabei so viel vom restlichen Wasser dazugeben, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Den Teigabgedeckt für ca. 1 Stunde an einem warmen, ruhigen Ort gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Für den Belag:
250g Lammhackfleisch
2 Tomaten, sehr fein gewürfelt
1 türkische Paprikaschote, sehr fein gewürfelt
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
1 Bund Petersilie, fein gehackt
4 EL Tomatenmark
1 TL getrockneter Thymian
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Paprikapulver
1 TL Pul Biber
Salz
Pfeffer

Für den Belag alle Zutaten gründlich verrühren.


Für das Fleisch:
500g Rinder-, Kalb-, Lamm- oder Hähnchengeschnetzeltes
1 Knoblauchzehe, zu einer feinen Paste verrieben
½ TL Pul Biber
1 TL Paprikapulver
¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
¼ TL Sumach
½ TL getrockneter Thymian
½ TL getrockneter Oregano
1 Prise getrocknete Minze
Salz
Pfeffer
4 EL Öl

Für das Fleisch alle Zutaten gründlich verrühren und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.

Für die Soße:
200g türkischer oder griechischer Joghurt (10% Fett)
2 Knoblauchzehen, zu einer feinen Paste verrieben
Salz
1 Spritzer Zitronensaft (ca. ½ EL)
1 TL Paprikapulver
1 TL Pul Biber
½ TL gemahlener Koriander
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Sumach
2 TL scharfes Paprikapulver
Reichlich frisch gehackte Petersilie

Für die Soße alle Zutaten gründlich verrühren und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Für die Füllung:
4 – 5 Kohlblätter, in feine Streifen geschnitten und leicht gesalzen
1 Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
2 Tomaten, in feine Scheiben geschnitten
4 – 5 Blätter Salat, grob zerupft
200g Fetakäse, in Würfel geschnitten


Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in sechs gleich große Stücke teilen. Jedes Stück dünn zu einem runden Fladen ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Den vorbereiteten Belag gleichmäßig darauf verteilen und verstreichen. Jeden Teigfladen nun bei 180°C (Heißluft) ca. 10 Minuten hellbraun backen.
In der Zwischenzeit das Fleisch kräftig und kurz in einer sehr heißen Pfanne anbraten. Nun den Lahmacun nach Belieben mit dem Fleisch, Kohlblättern, Zwiebelringen, Tomatenscheiben, Salat, Feta und der vorbereiteten Soße füllen, aufrollen und genießen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 15. Mai 2016

Weizen-Polentabrot

Seitdem ich angefangen habe Brot mit Sauerteig zu backen, bin ich ständig auf der neuen Suche nach Rezepten für meine selbstangesetzten Roggen- und Weizensauerteige. Auch beim Brot brauche ich hin und wieder Abwechslung und probiere gerne Neues aus. Bis jetzt klappt es auch ganz gut und mein Mann will gar kein gekauftes Brot mehr. Deshalb gibt es heute ein Weizenbrot mit Polenta für euch. Die Polenta macht das Brot etwas geschmackvoller und gibt ihm eine schöne Struktur. Die Kruste ist besonders knusprig und das Brot hat uns sehr gut schmeckt.


Für den Sauerteig:
50g Weizenvollkornmehl
50g Wasser
5g Weizenanstellgut

Für den Sauerteig alle Zutaten mischen und bei Raumtemperatur 20 Stunden ruhen lassen.

Für das Brühstück:
50g Polenta
50g Wasser

Für das Brühstück die Polenta mit kochendem Wasser übergießen und 8 Stunden kühl gestellt quellen lassen.

Für den Hauptteig:
Sauerteig
Brühstück
200g Weizenmehl, Type 550
100g Wasser
6g Salz

Für den Hauptteig Sauerteig, Brühstück, Mehl, Wasser und Salz von Hand zu einer homogenen Masse verrühren. Den Teig 4 Stunden gehen lassen, dabei in den ersten beiden Stunden jede halbe Stunde einmal falten, danach alle 45 Minuten. Den Teig zu einem runden Brot formen und in einer gute bemehlten Schüssel mit dem Schluss nach unten 3 Stunden warm gehen lassen. Dann das Brot im 230°C (Ober-/Unterhitze) heißen Ofen 15 Minuten mit Dampf backen. Den Wasserdampf entweichen lassen und die Temperatur auf 210°C reduzieren und weitere 30 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 8. Mai 2016

Hack-Couscous-Rolle

Bei dieser Hack-Couscous-Rolle gibt es alles in einem: Fleisch, Gemüse und Getreide. Noch dazu ist sie würzig, aromatisch, saftig, außen knusprig und wird durch die Joghurtsauce perfekt ergänzt. Die Rolle lässt sich gut vorbereiten, schmeckt warm, lauwarm oder aber auch kalt. Das ist auch eine schöne Idee für das nächste Picknick.


Für die Rolle:
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL Öl
100g Couscous
½ TL Salz
200ml Wasser, kochend
300g Blattspinat (TK), aufgetaut
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Muskatnuss
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
250g Möhren, fein geraspelt
½ TL Zimt, gemahlen
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Chiliflocken
Salz
Pfeffer
300g Rinderhackfleisch
1 Ei
1 Rolle frischer Blätterteig
300g griechischer Joghurt
Minze
Salz
Pfeffer


Für die Hack-Couscous-Rolle die Zwiebel in Öl andünsten. In der Zwischenzeit den Couscous in eine große Schüssel geben, Salz hinzufügen und das kochende Wasser darüber gießen. Das Wasser aus dem Blattspinat kräftig ausdrücken. Die Hälfte der angedünsteten Zwiebeln zum Couscous geben, den Spinat zur restlichen Zwiebel geben und kräftig mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Muskatnuss würzen. Den Spinat zur Seite stellen. Dann den Knoblauch in etwas Öl andünsten, die Möhren zufügen und etwa 3-5 Minuten leicht anbraten, dann mit Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Chiliflocken, Salz und Pfeffer würzen. Die Möhrenmischung zum Couscous geben und etwas abkühlen lassen, dann das Hackfleisch zufügen. Das Ei trennen, das Eiweiß zur Hackfleischmischung geben und gut vermischen. Das Eigelb zum Bestreichen aufheben. Den Blätterteig ausrollen und zuerst den Spinat gleichmäßig darauf verteilen, dabei einen Rand von ca. 1,5 cm frei lassen. Die Hackfleischmischung darauf verteilen. Die Ränder der kurzen Seiten über das Hackfleisch schlagen und dann den Teig von der langen Seite aufrollen, das Ende gut andrücken und die Rollen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die Teigrolle mit dem übrig gebliebenen Eigelb, mit ca. 1 EL Wasser vermischt, bestreichen und dann bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 45 Minuten backen, evtl. mit Alufolie abdecken, damit der Teig nicht zu dunkel wird.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 30. April 2016

Weizen-Dinkelmischbrot

Das ist eines der Lieblingsbrote meines Mannes. Es ist locker, schmeckt schön aromatisch und durch das Dinkelmehl etwas nussig und hält sich sehr lange frisch. Das Brot eignet sich hervorragend für Sandwiches und schmeckt sowohl mit süßen als auch herzhaften Brotblagen sehr gut. Wer (so wie ich) keinen Sauerteig kauft, sondern lieber selbst macht, kann das ganz einfach tun. Einfach je 35g Weizenvollkornmehl und Wasser mit 5g Weizenanstellgut mischen und 20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen. Dann wie im Rezept beschrieben fortfahren. Ein schönes Brot, das ich euch wirklich empfehlen kann.


Für das Brot:
75g Sauerteig
100g Weizenmehl, Type 1050
300g Weizenvollkornmehl
100g Dinkelmehl, Type 630
2,5g Trockenhefe
1,5 TL Salz
300ml Wasser


Für das Brot alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Dann den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem runden Brotlaib formen und nochmal ca. 1 Stunde gehen lassen. Das Brot einschneiden und dann bei 225°C (Ober-/Unterhitze) 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 175°C verringern und weitere 45-50 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!