Freitag, 30. März 2012

Polentaschnitten mit Ratatouille und Kapern

Man glaubt es kaum, aber es ist schon wieder ewig her: das Foodbloggertreffen in Würzburg. Simone hatte dort für uns unter anderem diese Polentaschnitten mit Ratatouille und Kapern gezaubert, von denen wirklich alle mehr als begeistert waren. Alles, was wir an diesem Tag gegessen hatten, war mehr als lecker, aber die Polenta war der absolute Oberhammer und ich wusste sofort (und es ging nicht nur mir so), dass ich das Rezept unbedingt haben muss und es nachmachen will. Simone hat unser Flehen dann auch erhört und das Geheimnis der Polentaschnitten gelüftet. Das Besondere daran ist, dass man erst einen Sud herstellt, sodass die Aromen schon wunderbar von der Flüssigkeit aufgenommen werden und die Polenta dann würzig und sehr intensiv schmeckt. Ich weiß zwar nicht wieso ich so lange gewartet habe, bis ich das Rezept endlich nachgemacht habe (Fehler, großer Fehler), aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen. Ich habe meine Eltern eingeladen und mir überlegt, was ich Besonderes kochen könnte und dann war klar, dass ich ihnen zeigen möchte, was mir am Foodbloggertreffen so gut geschmeckt hat. So konnten sie im Nachhinein auch ein bisschen dran teilhaben. Und was soll ich sagen? Meine Eltern waren genauso verzückt und haben während des Essens die ganze Zeit gelobt und gefragt, wie ich das gemacht hätte. Selbst mein Vater, der sonst eher eine fleischfressende Pflanze ist, war begeistert und hat sich nicht darüber beschwert, dass das Fleisch gefehlt hat ;) Und ihm haben die Kapern besonders gut geschmeckt, denn sie sind das Tüpfelchen auf dem I. Ein schöner Abend war das und ein wunderbares Essen, das ich euch auf jeden Fall weiterempfehlen kann!

 
Für ein Backblech:
100g Butter
2 weiße Zwiebeln, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, angedrückt
Je 2 Zweige Rosmarin und Thymian oder Salbei
750ml Milch
350ml Brühe
400ml Wasser
Salz, Pfeffer, Muskat
300g Polenta
80g Parmesan
Mehl
Olivenöl und Butter zum Braten

Für die Polentaschnitten die Butter in einem Topf bräunen.  Dann  die Zwiebeln, Knoblauchzehen und Kräutern zufügen und ein paar Minuten andünsten. Mit Milch, Brühe und Wasser ablöschen, einmal aufkochen und 15 Minuten  auf abgeschalteter Herdplatte ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und durch ein Sieb passieren. Die Flüssigkeit nochmal aufkochen, vom Herd nehmen und die Polenta unterrühren. Bei geringer Hitze unter Rühren quellen lassen. Danach den Parmesan untermischen und abschmecken. Ein Backblech mit Frischhaltefolie belegen, die Polenta gleichmäßig darauf streichen und auskühlen lassen. Die feste Polenta in Stücke schneiden, in Mehl wenden und in einer Mischung aus Öl und Butter anbraten. 

 
Für das Ratatouille:
1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
1 kleine Aubergine
1 kleiner Zucchino
1 bis 2 Zwiebeln, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
Olivenöl
1 Prise Zucker
1 Dose Tomaten
1 Zweig Rosmarin oder Thymian
½ EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer
Salzkapern oder Kapernäpfel

Für das Ratatouille die Paprikas, die Aubergine und den Zucchino fein würfeln und separat anbraten. Dann die Zwiebeln und den Knoblauch mit einer Prise Zucker in etwas Öl weich dünsten. Jetzt die angebratenen Gemüsewürfel dazu geben und mit dünsten. Die Tomaten und Kräuter zufügen und so lange köcheln lassen bis die Soße sämig ist. Den Balsamico zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
Auf jede Polentaschnitte etwas von dem Ratatouille geben und mit Salzkapern oder Kapernäpfeln garnieren.
Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

PS: Ich fand, dass mein Blog nach einem Jahr mal ein kleines Make-over gebraucht hat und da ist dieses wunderbare Bild von dem noch besseren Gericht doch perfekt dafür geeignet, findet ihr nicht? :)

Mittwoch, 28. März 2012

Haferflockenkekse

Kennt ihr die Haferflockenkekse, die es bei einem berühmten schwedischen Möbelhaus zu kaufen gibt? Ich liebe diese Teile, die schmecken so schön knusprig und kernig und irgendwie fast schon gesund, obwohl sie wahrscheinlich alles andere als das sind. Bisher bin ich nicht auf die Idee gekommen sie wirklich nachzubacken und auch das Rezept hier kommt dem nicht wirklich nah, schmeckt aber doch auch sehr gut und ebenso kernig. Ich mag den Geschmack von Haferflocken in so knusprigem Gebäck einfach. Ich würde euch dabei empfehlen körnige Haferflocken und auf jeden Fall eine gute Butter zu nehmen, dann schmeckt es noch besser. Diese Kekse sind wie geschaffen dafür, die Zeit bis zum nächsten Großeinkauf im Möbelhaus zu überbrücken.

 
Für 10 Stück:
55g Butter
3 EL Zucker
2 EL Mehl
1 TL Vanilleextrakt
¼ TL Salz
2/3 cup kernige Haferflocken

Für die knusprigen Haferkekse die Butter zusammen mit Zucker schaumig rühren, dann Mehl, Vanilleextrakt und Salz sowie die Haferflocken untermischen. Aus dem Teig kleine Kugeln formen (ca. 1 Esslöffel Teig pro Keks) und mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 180°C ca. 12 bis 15 Minuten backen. Auf dem Blech auskühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Montag, 26. März 2012

Eintopf mit weißen Bohnen

Der Frühling ist endlich da und bevor es so richtig warm wird, hier noch der letzte Eintopf für dieses Jahr … abends ist es ja immer noch recht frisch, sodass man dann für etwas Warmes noch zu haben ist. Es sind die einfachen Dinge, auch oder besonders beim Essen, die uns das Leben schöner machen und dieser Eintopf zählt definitiv zu der Kategorie „einfach und herzhaft“. Ein weiterer Vorteil: am nächsten Tag schmeckt er aufgewärmt mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Hier also ein Rezept für ein Gericht mit hohem Wohlfühlfaktor, das durch die Verwendung von Paprika und Tomate schön würzig und aromatisch ist.


Für den Eintopf:
150g kleine weiße Bohnen (über Nacht in Wasser eingeweicht)
1 Zwiebel, fein geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL Öl
1 Karotte, fein gewürfelt
1 kleines Stück Sellerie, fein gewürfelt
1 kleine Kartoffel, fein gewürfelt
½ TL Pimentón de la Vera
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1 TL Tomatenmark
1 Dose Tomaten (400g)
300ml Brühe
1 Pfefferbeißer oder eine andere würzige Wurst, in Stücke geschnitten
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

Für den Bohneneintopf die Zwiebel und den Knoblauch in dem Öl leicht andünsten, dann die Karotte, den Sellerie und die Kartoffel zufügen. Das Tomatenmark sowie die Paprikapulver dazugeben und leicht mit dünsten. Dann die Bohnen, Tomaten, Wurst und das Lorbeerblatt dazugeben und mit der Brühe aufgießen. Den Eintopf unter gelegentlichem Rühren ca. 1 Stunde kochen, bis die Bohnen weich sind (das geht schneller, wenn man noch eine Prise Natron zufügt).

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Freitag, 23. März 2012

Karotten-Kokos-Suppe

Schnelle Suppen sind eine feine Sache, wenn sie dann noch leicht exotisch und vor allem wunderbar aromatisch sind, dann kann der Frühling kommen. Geht einfach, schnell und schmeckt leicht süßlich durch die Karotten. Die Kartoffel bringt Cremigkeit ohne dass man gleich mit der Sahnekeule um sich schlagen muss. Da freut sich die Figur, so langsam müssen wir ja alle wieder an den Sommer und den Bikini denken ;).



Für die Suppe:
1 Zwiebel, fein geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Etwas Öl
1 TL gemahlener Ingwer
2 TL Currypulver
1kg Karotten, geschält und in kleine Stücke geschnitten
1 kleine Kartoffel, geschält und in kleine Stücke geschnitten
400ml Kokosnussmilch
800ml Brühe
Salz, Pfeffer, Chili

Für die Suppe die Zwiebel und den Knoblauch in etwas Öl andünsten. Dann den Ingwer und das Currypulver zugeben und kurz mit anschwitzen. Die Karotten und die Kartoffel zufügen und mit Kokosnussmilch und Brühe aufgießen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Chili würzen und zugedeckt ca. 20 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Die Suppe pürieren und nochmal abschmecken. Dazu passt frisch gebackenes Brot.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Dienstag, 20. März 2012

Chocolate Coffee Cake

Mein Freund sagt mir immer: ach du musst doch nicht immer so viel ausprobieren, mach doch mal was Einfaches oder das, was du letztens schon mal gemacht hast. Vor Kurzem meinte er dann: „Kannst du nicht wieder diesen leckeren Schokokuchen machen?“ Aber ich probiere einfach viel zu gerne neue Sachen aus, als dass ich dazu kommen würde sogar die Sachen zu wiederholen, die ihm und auch mir selbst gut geschmeckt haben. Dann habe ich diesen Kuchen gemacht und plötzlich war er doch zufrieden damit und wünscht sich ihn nun zu seinem Geburtstag :).
Das Rezept dafür habe ich schon vor ewigen Zeiten mal bei Martha Stewart gefunden und war eigentlich sofort Feuer und Flamme, aber irgendwie hat es fast ein Jahr gedauert, bis ich ihn nachgebacken habe. Hätte ich das doch mal vorher gemacht! ;) Der schmeckt einfach nur genial lecker und ist wie gemacht für Schokoholics, wie ich einer bin. Die perfekte Balance zwischen fluffigem Teig, cremiger Schokoladenfüllung (mit Zimt, wird immer besser) und knusprigen Streuseln. Der Teig wird ausgerollt, gefüllt und dann noch ein bisschen in sich gedreht, so ergibt sich das schöne Muster. Dann noch eine gute Dosis Schokofüllung und Streusel oben drauf und fertig ist der Schoko-Traum. Der Teig geht ziemlich stark auf und sollte eigentlich in einer Kastenform gebacken werden. Wer keine ausreichend große Form besitzt (so wie ich, was ich aber erst merkte, als der Teig über den Rand verschwand), der kann den Kuchen auch ähnlich wie einen Hefezopf auf einem Backblech backen.


Für den Teig:
½ Würfel Hefe
3/4 cup lauwarme Milch
1 Prise Zucker
3 cups Mehl
¼ cup Zucker
½ TL Salz
1 Ei
1 Eigelb
110g Butter
1 Ei

Für den Coffee Cake die Hefe in der Milch auflösen, mit einer Prise Zucker vermischen und 10 Minuten gehen lassen. Mehl, Zucker und Salz mischen und das Ei, Eigelb, Butter und die Hefe zufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 ½ Stunden gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Für die Füllung:
200g gehackte Zartbitterschokolade 
½ cup Zucker
2 TL Zimt
55g Butter

Für die Füllung die Schokolade mit dem Zucker und dem Zimt vermischen und die Butter mit den Fingern einarbeiten, bis sich alles verbunden hat.

Für die Streusel:
¼ cup Puderzucker
¼ cup Mehl
40g Butter

Für die Streusel den Puderzucker mit dem Mehl und der Butter kurz verkneten, bis sich Streusel daraus formen.

Den Teig zu einem Quadrat (45x45 cm) ausrollen und die Ränder mit Ei bestreichen. Die Füllung bis auf ½ cup (braucht man später) gleichmäßig darauf verteilen und dabei einen Rand von ca. 2 cm lassen.


Den Teig aufrollen und die Enden gut verschließen. Den Teigstrang so legen, dass er ein U bildet 

 
und 2- bis 3-mal verschlingen (wie einen Zopf). 


Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und mit dem restlichen Ei bestreichen. Die Streusel und die restliche Füllung darauf verteilen und nochmal 20 bis 30 Minuten gehen lassen. 


Den Coffee Cake bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 55 Minuten backen, dann auf 160°C reduzieren und weitere 15-20 Minuten goldbraun backen. Falls der Kuchen zu dunkel werden sollte mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen und wenn er fertig ist in der Form auskühlen lassen.


Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 18. März 2012

Scones

Scones ist ein typisch britisches Gebäck, das nicht nur perfekt zum 5 Uhr-Tee passt, sondern auch zum Frühstück. Ich habe es ein bisschen abgewandelt und ohne Milch sondern einfach mit ein bisschen Wasser zubereitet. Wer mag, kann natürlich auch Milch nehmen. Ich fand, dass die Scones, bestrichen mit etwas Frischkäse und Marmelade, zusammen mit einem frischen Kaffee und einem Glas Orangensaft das perfekte Sonntagsfrühstück bilden. Aber probiert selbst, dauert schließlich nur ein paar Minuten und ist wahrscheinlich schneller als der Weg zum nächsten Bäcker :).




Für ca. 12 Scones :
250g Mehl
2 TL Backpulver
30g Zucker
1 Prise Salz
60g weiche Butter
50ml Wasser
1 Eigelb

Für die Scones das Mehl mit dem Backpulver, dem Zucker und dem Salz mischen, die Butter und das Wasser zufügen und zu einem glatten nicht klebrigen Teig verkneten. Den Teig ca. 1,5 cm dick ausrollen und in Rechtecke schneiden. Mit Eigelb bestreichen und bei 200°C ca. 10-12 Minuten goldgelb backen. Am besten noch warm servieren.




Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 15. März 2012

Falafel

Mein erster Versuch in Falafel, ich habe sie noch nicht mal irgendwo „original“ gekauft gegessen und muss sagen: sehr lecker und vor allem schnell gemacht. Soweit ich weiß, werden Falafel eigentlich frittiert, aber ich habe bei Mestolo eine Variante gefunden, bei der die Falafel die im Backofen zubereitet werden. Wahrscheinlich sind sie dadurch etwas trockener und logischerweise dafür aber auch weniger fettig. Der entscheidende Vorteil für mich: es stinkt nicht die ganze Bude nach altem Fritten-Fett, oder auch neuem ... ist ja auch egal, Gestank ist Gestank. Die Falafel waren außen knusprig und innen weich cremig und haben sehr würzig geschmeckt. Wir haben sie in einer Pita-Tasche zusammen mit Tomaten, Frühlingszwiebeln und Tahina gegessen. Ein leckerer und gesunder Snack oder leichtes Abendessen. Definitiv zu empfehlen.


Für die Falafel:

260g Kichererbsen (Dose)
2 EL Zitronensaft
Kreuzkümmel, gemörsert
1 gehackte Chilischote
1 Zwiebel, klein gehackt
1 Knoblauchzehe, klein gehackt
2 EL gehackte Petersilie
2 EL Mehl
1 TL Backpulver
2 EL Paniermehl
Öl

Für die Falafel die Kichererbsen mit Zitronensaft pürieren, mit Salz und Kreuzkümmel kräftig würzen, die gehackte Petersilie den Knoblauch und die Zwiebel untermischen. Mehl, Backpulver und Paniermehl mischen und unter die pürierten Kichererbsen kneten, bis ein fester Teig entsteht. Daraus kleine Bällchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit etwas Olivenöl einpinseln oder, so habe ich es gemacht, etwas Öl in die Handflächen geben und die Bällchen locker darin rollen, so kann man sie auch nochmal etwas nachformen. Die Falafel bei 180°C für ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Dienstag, 13. März 2012

Oreo Trüffel

Es gibt Sachen, die bestehen nur aus drei Zutaten und sind einfach genial lecker. Diese Oreo-Trüffel gehören dazu. Die Trüffel sind so schnell gemacht, dass es eigentlich keine Ausrede gibt, sie nicht zu machen. Innen sind die Trüffel zart und weich und durch die Oreos soooooooo lecker schokoladig. Dazu noch eine Portion Schokolade als Hülle und man ist im Schoko-Himmel. Man kann natürlich auch dunkle Kuvertüre als Überzug nehmen (dann schimmert die dunkle Füllung weniger durch), aber ich fand den Kontrast besonders hübsch. Wer will, kann die Trüffel dann noch mit bunten Perlen verzieren. Sieht nicht nur schön aus, sondern knuspert auch so toll beim Essen :). Eine weitere Möglichkeit ist, die Trüffel direkt in bunten Perlen zu wälzen und auf den Schoko-Überzug ganz zu verzichten, das wäre dann noch schneller und schmeckt auch sehr gut.


Für ca. 25 Trüffel:
230g Oreos
100g Frischkäse
150g Weiße Kuvertüre

Für die Oreo Trüffel die Oreos zu feinen Krümeln zerkleinern. Dafür eignet sich ein Gefrierbeutel, ein Nudelholz und ein paar „nette“ Gedanken hervorragend. Die Kekskrümel mit dem Frischkäse vermengen bis eine knetbare Masse entstanden ist. Daraus kleine Kugeln formen und diese etwa 1 Stunde kühlen. Zum Überziehen der Trüffel die Kuvertüre schmelzen und die Oreo-Kugeln darin eintauchen, auf ein Backpapier absetzen und antrocknen lassen. 


Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 11. März 2012

Kräuter-Käse-Zupfbrot

Dieses Brot habe ich gebacken als mein Bruder bei mir zu Besuch war und er war dermaßen begeistert, dass ich ihm (oder besser gesagt seiner Freundin, die Bäckerin ist) gleich mal das Rezept geben durfte :). Mein Bruder hat Geschmack, denn dieses Brot ist wirklich genial. Der Teig geht wunderbar auf, ist feinporig und schmeckt saftig und besonders würzig durch die Kräuterbutter dazwischen. Außerdem wird es am Rand so schön knusprig. Wie immer kann man die Füllung hier auch noch variieren, zum Beispiel mit getrockneten Tomaten, Oliven, ein paar Kapern und vielleicht etwas Thymian. Durch das Stapeln der kleinen Teigquadrate ergibt sich dann dieses lustige Muster im fertig gebackenen Brot. Sieht schick aus und man hat mehr knusprige Teigstückchen, die ich so gerne knabbere. Ihr solltet das Brot in einer gut schließenden Spring- oder Kastenform backen, denn die Butter neigt gerne dazu auszulaufen, was mir passiert ist (der ganze Boden des Ofens war ein einziger Butter-See). Entweder nehme ich das nächste Mal eine Kastenform oder ich besorge mir so eine schicke runde Form, die geschlossen ist.

 
Für den Teig:
750g Mehl
1 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
450ml lauwarmes Wasser
15g Salz
50ml Olivenöl

Für die Füllung:
2 Knoblauchzehen
150g weiche Butter
1 großes Bund gemischte Kräuter
Salz und Pfeffer
100g Parmesan
 
Für den Teig das Mehl in eine Schüssel sieben. Die Hefe in dem Wasser auflösen und 1 Prise Zucker sowie 4 EL des Mehls zufügen, verrühren und ca. 15 Minuten gehen lassen. Das Salz mit dem Mehl mischen, Hefe sowie Öl zufügen und gut zu einem geschmeidigen Teig verkneten. An einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat.
In der Zwischenzeit den Knoblauch fein hacken und mit etwas Salz mit dem Messerrücken zu einer Paste zerdrücken. Die Butter schaumig schlagen und dann Knoblauch, Kräuter, Salz und Pfeffer unterrühren.
Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche rechteckig ausrollen (ca. 50x60 cm) und gleichmäßig mit der Kräuterbutter bestreichen. 


Den Parmesan darüber streuen und dann in ca. 10x10 cm große Stücke schneiden, diese übereinander legen 


und nebeneinander in eine mit Backpapier ausgekleidete Springform stellen. 

 
Nochmals abgedeckt 1 Stunde gehen lassen und dann 50-60 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) backen. Nach dem Backen 15 Minuten in der Form belassen und dann auf einem Rost komplett auskühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 8. März 2012

Schneller Schokoladenkuchen

Bei Martha Stewart habe ich diesen Schokoladenkuchen gefunden und konnte nicht anders als ihn nachzumachen. Das Rezept schien so einfach und man hat eigentlich alle Zutaten immer zu Hause, perfekt also wenn die Lust auf Schokolade mal wieder zuschlägt. Der Kuchen wird in der Form (ich habe eine Auflaufform benutzt) angerührt, in der er auch gebacken wird, dafür benötigt man auch nur eine Gabel. Es wird also immer besser: einfache Zutaten, schnelle Zubereitung und fast kein dreckiges Geschirr. Dazu ist er auch noch vegan. Und was soll ich sagen? Der Kuchen hat geschmeckt und war sehr luftig, locker und saftig. Irgendwie hat er mich auch an einen red velvet cake erinnert, da er durch den Kakao und den Essig leicht rötlich wirkte. Ich würde das nächste Mal aber wohl die Essigmenge auf ca. 1 TL reduzieren, da man ihn doch etwas raus geschmeckt hat. Perfekt würde dazu eine Kugel Vanilleeis, etwas Sahne und vielleicht auch noch etwas Schokosirup passen, aber auch pur hat er geschmeckt. Wenn er auch nicht mit einem richtigen (gehaltvollen) Kuchen mit Eiern, Butter und richtiger Schokolade zu vergleichen ist, so ist er doch eine schnelle und leckere Alternative. Und irgendwie erinnert er mich an meine Kindheit. Mir ist es zuerst gar nicht aufgefallen, aber mein Freund hat mich darauf hingewiesen. Kennt ihr noch diese kleinen Weber-Küchlein, die mit einer Creme (punktuell) gefüllt und mit Schokolade überzogen waren? Ich habe die geliebt, weil ich sie immer zusammen mit einem Kakao von meiner Urgroßmutter geschenkt bekam, wenn wir bei ihr zu Besuch waren. Der Teig des Kuchens hier schmeckt genauso, jetzt fehlt nur noch der Kakao und es ist fast wie früher :).

 
Für den Kuchen:
1 ½ cups Mehl
1 cup Zucker
3 EL Kakao
1 TL Natron
½ TL Salz
6 EL Öl
1 TL Vanilleextrakt
1 EL Essig
1 cup kaltes Wasser

Für den fixen Schokokuchen in einer Backform (20 x 20cm oder eine Form mit vergleichbarem Volumen) Mehl, Zucker, Kakao, Natron und das Salz mischen. In die Mitte eine Mulde machen und Öl, Vanilleextrakt, Essig und Wasser zufügen. Mischen, bis sich alles gut verbunden hat. Ca. 35 bis 40 Minuten bei 180°C backen.

 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Dienstag, 6. März 2012

Linsen-Dal

Zurzeit hab ich es mit Linsen. Diesmal sind sie leicht indisch angehaucht und eignen sich sowohl als Brotaufstrich, als auch als vegetarische Hauptspeise (dann einfach das doppelte Rezept zubereiten). Ich habe dazu Basmati-Reis gemacht und fand es sehr lecker. Mein Freund hingegen war nicht so begeistert, aber er mag auch Hülsenfrüchte nicht wirklich … die sind ihm zu mehlig. Seltsam, in der Kombination als Suppe oder als Burger lässt er sich dafür mehr als begeistern. Ich darf also noch ein bisschen experimentieren und rausfinden, wann ihm das nun zu mehlig ist und wann nicht. Geht euch es auch so, dass ihr manche Lebensmittel nur in einer bestimmten Zubereitungsart mögt?

 
Für das Linsen-Dal:
2 EL Öl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL gemahlener Ingwer 
½ TL gemahlener Kurkuma
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
100g rote Linsen
250ml Brühe
Chili
Salz
Pfeffer
2 EL gehackte Petersilie

Für das Dal die den Knoblauch mit Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel in Öl kurz anrösten. Dann die Linsen und die Brühe zufügen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10-12 Min. köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgesogen ist und die Linsen weich sind. Mit Petersilie, Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 1. März 2012

No-Knead-Bread

Von dieser Art Brot habe ich nun schon so häufig gelesen: ein Brot, das nicht geknetet wird, also ein no-knead-bread. Aus wenigen Zutaten besteht es dazu auch noch, für Eilige oder Faule ist es trotzdem nicht, denn ein bisschen Vorlaufszeit benötigt das Brot schon, um genau zu sein 18 Stunden. Ansonsten geht das Brot aber wirklich denkbar einfach und die eigentliche Zubereitung ebenso schnell. Man kann schon am Tag zuvor den Teig anrühren (dafür benötigt’s weder eine Küchenmaschine noch sonst irgendein Gerät, auch keinen Kochlöffel – die Hände reichen, Handarbeit sozusagen ;) ) und dann einfach 18 Stunden vergessen und sich selbst überlassen. Nochmal kurz falten … ja, das geht, auch bei einem fast schon flüssigen Teig wie diesem hier, einfach nur mit einem Teigschaber locker übereinander klappen … auf Schönheit oder Präzision kommt es dabei nicht an. Dann nochmal kurz warten und ab in den Ofen … in einer Auflaufform, das Formen des Teiges entfällt. Herauskommt ein saftiges, lockeres Brot mit einer knusprigen Kruste und großen Poren, das durch das lange Gehen sehr würzig und lecker schmeckt, fast wie ein Ciabatta. Bevor ich den Teig in die Auflaufform (meine fasst 3 Liter und ist völlig ausreichend) bugsiert habe, habe ich noch ein bisschen Teig entnommen und kleine Brötchen daraus „geformt“ (einfach auf das Backblech geklekst trifft es wohl eher). Deshalb ist mein Brot auch vergleichsweise flach. Mal sehn, vielleicht mache ich das nächste mal aus dem Teig nur Brötchen, die waren nämlich echt gut :).

 
Für ein Brot:
450g Mehl Type 405
¼ TL Trockenhefe
1 ¼ TL Salz
350ml lauwarmes Wasser

Für das Brot Mehl, Hefe und Salz in einer ausreichend großen Schüssel vermischen. Das Wasser zufügen und nur mit der Hand leicht durchmischen. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig 18 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, den Teig ebenfalls mit Mehl bestäuben und mit Hilfe eines Teigschabers zwei Mal übereinander falten. Nochmals bemehlen und unter einem Tuch ca. 15 Minuten ruhen lassen. Die Schüssel mit einem Küchentuch auslegen und dieses gut bemehlen. Den Teig mit dem Schaber in die Schüssel befördern und nochmals bemehlen. Abgedeckt 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Eine halbe Stunde bevor das Brot gebacken wird den Ofen mitsamt eines Aluguß- oder Keramiktopfs auf 225°C vorheizen. Den Topf aus dem Ofen nehmen, den Boden leicht bemehlen und den Teig mit Hilfe des Tuches in den Topf gleiten lassen. Den Topf leicht hin und her bewegen, damit sich das Brot gleichmäßig darin verteilt. Deckel auflegen und den Topf in den Ofen schieben. Nach 30 Minuten den Deckel abnehmen und dann nochmal 20 Minuten weiter backen. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt. Auf einem Küchenrost auskühlen lassen.

 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!