Donnerstag, 24. Juli 2014

Lime Pie

Dieser Lime Pie schreit Sommer pur. Er schmeckt nicht nur genial lecker, ist super erfrischend, sondern auch extrem schnell gemacht. In den USA gehört dieser Pie zum Standard und das völlig zu Recht. Eigentlich heißt er auch Key Lime Pie, aber da ich hier keine Key Limes, also Limetten von den Florida Keys bekommen habe, habe ich einfach normale Limetten genommen. Jetzt heißt er also nur noch Lime Pie, schmeckt aber genauso lecker. Besonders schnell ist der Pie gemacht, weil man einen Kekskrümel-Boden macht. Und auch die Füllung wird nur schnell zusammen gerührt und dann kann der Kuchen auch schon gebacken werden. Ein bisschen warten muss man dann zwar schon, denn der Pie schmeckt gut gekühlt am besten, aber dafür wird man mit einem herrlich cremigen Pie mit knusprigem Boden belohnt. Beim Topping könnt ihr dann wählen, ob ihr den Pie mit einem Meringue (so wie auf dem Bild zu sehen ist) oder geschlagener Sahne krönt, er schmeckt aber auch pur. Ich habe den Kuchen für mich alleine (man muss sich auch mal selbst etwas gönnen ;) ), in einer kleinen 18cm Form (das halbe Rezept) gebacken. Den Pie habe ich mir über mehrere Tage eisern eingeteilt und war am letzten Tag dann ganz traurig als er leer war, so gut hat er mir geschmeckt ;). 


Für den Boden:
140g Vollkorn-Butterkekse, im Gefrierbeutel zerkrümelt
80g Butter, geschmolzen und abgekühlt
3 EL Zucker


Für die Füllung:
400g gezuckerte Kondensmilch
4 Eigelbe
120ml Limettensaft
1 EL Limettenschale, gerieben


Für das Topping:
200ml Sahne
2 EL Zucker
Oder
4 Eiweiß
70g Zucker
1 Prise Salz


Für den Boden die Keks-Brösel mit Butter und Zucker gründlich vermischen, in eine Pieform (22cm Durchmesser) drücken und ca. 12 Minuten bei 190°C (Ober-/Unterhitze) leicht braun backen. Für die Füllung die Kondensmilch mit den Eigelben, dem Limettensaft und der Limettenschale glatt rühren. Die Füllung auf den vorgebackenen Boden gießen und bei 160°C (Ober-/Unterhitze) 15 – 17 Minuten weiterbacken, bis die Füllung leicht fest geworden ist. Den Pie vollständig erkalten lassen. Für das Topping die Sahne mit dem Zucker steif schlagen und auf dem Boden verteilen. Oder für die zweite Variante die Eiweiße mit dem Zucker und dem Salz steif schlagen und auf den Pie streichen oder spritzen. Mit einem Bunsenbrenner den Baiser bräunen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Montag, 21. Juli 2014

Mangoldquiche

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal im Garten meiner Oma Mangold angebaut (besser gesagt mein Onkel hat das getan und ich hab das Glück auch miternten zu dürfen). Eigentlich wollte ich diese Quiche mit Spinat machen, aber dann habe ich gaaanz viel Mangold mitgenommen und schnell umdisponiert und statt Spinat Mangold für die Füllung dieser leckeren Quiche benutzt (ihr könnt natürlich auch Blattspinat nehmen, wenn ihr keinen Mangold habt oder mögt). Eine gute Idee, denn der Mangold hat uns so sehr gut geschmeckt. Ich fand, dass dies die bisher beste Quiche war, da sie so schön würzig und herzhaft war, sehr zu empfehlen.


Für eine Quiche:
1 Rolle Blätterteig
150g Speck, in kleine Würfel geschnitten
Öl
1 Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
8 große Stängel Mangold
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
5 kleine Tomaten, halbiert
150ml Sahne
3 Eier
Salz
Pfeffer
Muskat


Für die Quiche eine Tarteform mit herausnehmbaren Boden mit Blätterteig auskleiden. Den Speck in etwas Öl knusprig braten, dann die Zwiebelstreifen zufügen und mitbraten. In der Zwischenzeit den Mangold gründlich waschen und die Stängel herausschneiden und fein würfeln. Die Mangoldwürfel zum Speck geben und mitbraten, den Knoblauch zugeben und mitdünsten. Die Blätter des Mangolds nun auch in kleine Stücke schneiden und zur Speckmischung geben und so lange dünsten, bis die Blätter zusammenfallen. Die Mangoldmischung auf dem Blätterteig verteilen und die halbierten Tomaten mit der Schnittseite nach oben darauf setzen. Die Sahne mit den Eiern verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und über gleichmäßig über den Mangold gießen. Die Quiche nun ca. 30 Minuten goldbraun backen.


 Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Pasteis de Nata

Es ist schon einige Jahre her, als ich in unserem Urlaub in Portugal diese typischen portugiesischen Sahne-Törtchen, die es dort an jeder Ecke zu kaufen gab, das erste Mal gegessen habe. Es hat nicht lange gedauert, bis ich zu Hause ein Rezept dafür gesucht, gefunden und nachgebacken habe. Wir waren alle ziemlich begeistert und danach ist es wieder in der Versenkung verschwunden. Das alles war lange bevor ich diesen Blog hier gestartet habe und vor kurzen sind mir diese Pasteis de Nata, so wird das Blätterteiggebäck, das mit einem Pudding gefüllt wird, in Portugal genannt, wieder eingefallen und ich dachte mir, dass ich sie hier endlich mal für euch verewigen muss. Damals habe ich das Rezept noch mit fertigem Puddingpulver gemacht, was auch nicht schlecht war, aber heute zeige ich euch das Rezept natürlich ohne, sondern mit einem schönen selbstgemachten Pudding, der nicht nur in den Törtchen wahnsinnig gut schmeckt, sondern auch so ;). Für mich passt das Rezept übrigens trotz der Temepraturen  und obwohl man backen muss perfekt in den Sommer, da wir es damals in unserem Urlaub auch im Sommer kennen gelernt haben und ich deshalb Pasteis de Nata immer mit Sommer verbinde :).



Für 12 Stück:
200ml Milch
50g Zucker
40g Speisestärke
2 Eigelbe
300ml Sahne
1 Vanilleschote
300g TK-Blätterteig
Zimt
Puderzucker

Für die Törtchen zuerst den Pudding kochen, dafür 50ml der Milch mit dem Zucker, der Stärke und den Eigelben vermischen. Die restliche Milch zusammen mit der Sahne und der aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen. Die Mischung von der Hitze nehmen und ein paar Löffel der heißen Milch zur Eigelb-Mischung geben. Dann die Eigelbmischung unter Rühren zur Flüssigkeit geben und aufkochen lassen, bis der Pudding dick wird. Die Vanilleschote entfernen, ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche des Puddings legen, sodass sich keine Haut bildet und dann den Pudding abkühlen lassen. Den Blätterteig auftauen lassen und jede Platte mit etwas Zimt bestreuen. Die Platten aufeinander legen und zu einem 45 x 35cm großen Rechteck ausrollen. 12 Kreise mit einem Durchmesser von 11cm ausschneiden und diese in die Mulden der gefetteten Muffinform legen. Den Pudding durchrühren und gleichmäßig auf die Mulden verteilen. Die Törtchen nun bei 230°C 15 – 20 Minuten backen, bis sie oben dunkle, also karamellisierte Stellen, bekommen. Die Törtchen ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen, dann herausheben und vollständig erkalten lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Montag, 14. Juli 2014

Pain Paillasse

Habt ihr gestern auch alle Fußball geguckt, mitgefiebert und euch mit unserer Mannschaft über den vierten Weltmeistertitel gefreut? Also ich schon, allerdings alleine mit meinem Mann vor dem heimischen Fernseher, ganz so fußballverrückt bin ich dann doch nicht :). Heute habe ich ein Rezept für Pain Paillasse für euch, also etwas nicht wirklich deutsches ;). Der Teig ist schnell gemacht und bekommt richtig viel Geschmack, weil er über Nacht geht. Ein wirklich schönes Brot, das nicht nur gut schmeckt sondern auch hübsch aussieht.

Für 2 Brote:
500g Mehl, Type 405
2 TL Salz
10g frische Hefe
300ml kaltes Wasser

Für die Pain Pailasse das Mehl mit dem Salz mischen. Die Hefe im Wasser auflösen und zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Den Teig vorsichtig mit einer Teigkarte auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nicht mehr kneten. Den Teig in 2 Portionen teilen und jedes Stück zu einem länglichen Laib (ca. 25cm lang) formen und dabei jeden Laib in sich verdrehen. Die Brote auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und die Brote bei 220°C (Heißluft) ca. 15 Minuten backen, dabei eine Schüssel mit heißem Wasser in den Ofen stellen. Die Ofentemperatur auf 200°C reduzieren und weitere 15 Minuten backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 10. Juli 2014

Karamellisierter Fenchel

Heute habe ich ein leichtes, sommerliches Rezept für karamellisierten Fenchel für euch, das ich bereits letztes Jahr in Ottolenghis „Genussvoll Vegetarisch“ gefunden habe. Der Fenchel ist in diesem Gericht der Star und wird erst angebraten, dann karamellisiert und zum Schluss mit gaaaaaaaaanz viel Dill verfeinert. Ein bisschen Zeit sollte man sich zwar nehmen, weil der Fenchel am besten einzeln, nacheinander angebraten wird, aber es lohnt sich. Das Ergebnis ist ein wunderbar aromatisches Sommergericht, dass ihr entweder pur mit einem Quarkdip oder aber wie wir (da mein Mann sonst etwas vermisst hätte, typisch Mann halt ;) ) mit einem gebratenen Stück Hähnchenbrust zu einem leckeren Stück Brot essen könnt. Das schmeckt bestimmt auch zum Grillen als eine Art Beilagensalat.


Für 4 Personen:
4 kleine Fenchelknollen
40g Butter
3 EL Olivenöl
2 EL Zucker
Salz
Pfeffer
1 Knoblauchzehe zerdrückt
50g Dill, fein gehackt

Für den karamellisierten Fenchen die Stängel der Fenchelknollen abschneiden, das Fenchelgrün fein hacken und die Knollen in Scheiben schneiden. Butter und Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und die Fenchelscheiben nach und nach von beiden Seiten goldbraun braten. Die fertigen Fenchelscheiben aus der Pfanne nehmen und den Zucker in die Pfanne geben. Den Zucker karamellisieren lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, den Fenchel zurückgeben und gut vermischen, sodass alle Scheiben leicht karamellisieren. Den Fenchel aus der Pfanne nehmen und mit Knoblauch, Dill und dem gehackten Fenchelgrün vermischen. Den Fenchel lauwarm servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Montag, 7. Juli 2014

Graham Crackers

In den USA bekommt man sie an jeder Ecke und in vielen amerikanischen Rezepten stehen sie auf der Zutatenliste, besonders wenn es um einen schnellen Keksboden für Kuchen geht. Die Rede ist von Graham Crackern, das sind einfache Vollkornkekse im rechteckigen Format. In Deutschland bekommen wir die zwar nicht, aber normalerweise kann man die ganz gut durch Vollkornbutterkekse ersetzen. Wenn man aber den Sommerklassiker aus den USA machen will, nämlich S’mores, dann sind selbst gebackene Graham Cracker die beste Wahl, besonders weil sie so einfach und schnell gemacht sind. Jetzt fragt ihr euch vielleicht „Was um Himmels Willen sind denn S’mores?!“. Das hier sind S’mores:


S’mores sind karamellisierte Marshmallows, am besten über dem Lagerfeuer geröstet, zwischen zwei Graham Crackern und Vollmilchschokolade. Das ist nicht umsonst der Klassiker für jeden Sommerabend am Lagerfeuer, denn es schmeckt einfach sündhaft lecker, auch wenn es ziemlich süß ist :). Wer nicht am Lagerfeuer sitzt, der kann seine Marshmallows auch über einem Bunsenbrenner oder aber auch über einer Kerze rösten. Durch die heißen Marshmallows schmilzt die Schokolade und es gibt beim Essen eine richtig schöne Sauerei, ;) aber es ist soooooo lecker.


Für 20 Stück:
180g Mehl, Type 405
160g Weizenvollkornmehl
1 TL Backpulver
½ TL Salz
225g Butter
150g brauner Zucker
3 EL Honig

Für die Graham Cracker beide Mehlsorten mit dem Backpulver und dem Salz mischen. Dann die Butter zusammen mit dem Zucker und Honig schaumig schlagen, die Mehlmischung kurz unterrühren, bis sich alles gerade zu einem glatten Teig verbindet. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Danach den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche 3mm dick ausrollen und dann 7cm große Quadrate ausstechen oder ausschneiden. Die Cracker mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und 16 – 18 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) goldbraun backen. Die Cracker auf dem Backblech etwas abkühlen lassen und dann auf einem Kuchenrost vollständig erkalten lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Freitag, 4. Juli 2014

Grünkernwaffeln

Heute gibt es die Waffeln mal anders, sie müssen ja nicht immer süß sein. Durch das Grünkernmehl werden die Waffeln besonders herzhaft. Übrigens ist Grünkern unreif geernteter Dinkel. Wir haben die Waffeln mit einem Tomatensalat gegessen, der macht das Ganze schön frisch. Auch lecker fand ich Frischkäse zu den Waffeln.



Für 12 Waffeln:
100g weiche Butter
5 Eier
250g Mehl
150g Grünkernmehl
1 TL Backpulver
1 TL Salz
150ml Wasser

Für die Grünkernwaffeln die Butter schaumig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Grünkernmehl, Backpulver und Salz mischen und abwechselnd mit dem Wasser unterrühren. Den Teig in einem vorgeheizten, leicht gefetteten Waffeleisen goldbraun ausbacken.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!