Sonntag, 23. April 2017

Pizzawaffeln

Ich liebe Waffeln, egal ob süß oder herzhaft, eckig oder Herzchenwaffeln, weich oder knusprig – ich bin noch keiner Waffel begegnet, die ich nicht mochte. Deshalb fallen diese Pizzawaffeln genau in mein Beuteschema, denn Pizza mag ich mindestens ebenso sehr. Ein weicher Hefeteig, der mit dem typischen Pizzagewürz Oregano aromatisiert und mit getrockneten Tomaten, Oliven und Pinienkernen gepimpt wird. Zusammen mit einem frischen Salat und einem einfachen Joghurt-Dip ergibt sich so eine leckere kleine Mahlzeit.


Für ca. 20 Waffeln:
300g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Zucker
½ TL Salz
1 Prise Pfeffer
1 TL getrockneter Oregano
2 Eier
75ml Olivenöl
350ml Wasser
50g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und klein geschnitten
75g entsteinte schwarze Oliven, klein geschnitten
40g Pinienkerne, leicht angeröstet

Für die Pizzawaffeln Mehl, Hefe, Zucker, Salz, Pfeffer und Oregano mischen. Eier, Öl und Wasser zufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten ruhen lassen, dann Tomaten, Oliven und Pinienkerne unterrühren. Je 2 EL Teig in einem Waffeleisen knusprig braun ausbacken und die fertigen Waffeln bei 50°C im Ofen warm halten.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Samstag, 15. April 2017

Roggen-Dinkel-Brötchen

Ich wünsche euch allen frohe Ostertage. Habt ihr etwas Besonderes geplant? Bei uns bleibt es ruhig und wir machen uns ein paar gemütliche Tage und brunchen schön. Falls ihr da noch auf der Suche für ein paar Rezepte auf die Schnelle seid, werdet ihr hier mit den Roggen-Dinkel-Brötchen fündig. Die Brötchen sind herrlich aromatisch, schön würzig durch das Roggen- sowie Dinkelmehl und haben eine tolle Kruste. Den Teig könnt ihr heute Abend noch schnell ansetzen und habt dann morgen früh schnell ein paar leckere Brötchen auf dem Frühstückstisch. 

 
Für 8 Brötchen:

7g Frischhefe
1 TL Honig
300g lauwarmes Wasser
200g Mehl, Type 550
150g Roggenmehl, Type 1150
100g Dinkelmehl, Type 630
10g Salz
1 EL weiche Butter
   
Für die Brötchen Hefe und Honig im Wasser auflösen. Dann alle Mehlsorten mit dem Salz mischen, das Hefewasser sowie die Butter zufügen und alles auf langsamster Stufe 10 Minuten kneten lassen. Der Teig sollte glänzen, ist leicht klebrig und löst sich nicht vom Schüsselboden. Den Teig in eine Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abgedeckt über Nacht (ca. 12 Stunden) im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Morgen den Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig zu einem Rechteck ziehen/drücken, dabei nicht zu viel Luft herausdrücken. Den Teig in 8 gleich große Stücke schneiden. Jedes Rechteck leicht in Form ziehen und aufrollen. Mit dem Schluss nach unten auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen und abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen. Danach die Brötchen mit Schluss nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, der Länge nach einschneiden und dann bei 230°C (Ober-/Unterhitze) 10 Minuten mit Dampf backen. Den Dampf entweichen lassen und dann weitere 10 – 15 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 9. April 2017

Baklava

Ich gehe regelmäßig beim türkischen Supermarkt einkaufen und stocke meine Vorräte an Weinblättern, Bulgur, roten Linsen und Gewürzen auf. Beim letzten Einkauf habe ich dann an der Bäckertheke halt gemacht und Baklava mitgenommen. Seitdem sind wir alle auf dem Baklava-Trip und probieren uns durch alle möglichen Geschäfte und türkische Bäckereien. Aber ich wäre ja nicht Miri, wenn ich Baklava nicht auch selbst machen würde. Deshalb habe ich gleich Filoteig mitgenommen und selbst Baklava gezaubert. Das ist eigentlich ganz einfach und auch schnell gemacht (besonders wenn man den Teig nicht selbst herstellt). Und der Geschmack ist selbstgemacht natürlich unschlagbar.


Für das Baklava:
10 Blätter Filoteig (25 x 30cm)
125g Butter, geschmolzen
200g gemahlene Walnüsse
50g Zucker
1 TL Zimt
15g gehackte Pistazien


Für den Sirup:
200g Zucker
360ml Wasser
2 EL Zitronensaft
1 EL Orangenblütenwasser
1 EL Rosenwasser


Für das Baklava je fünf Filoteigblätter mit der geschmolzenen Butter bestreichen, aufeinander legen und eine Hälfte in eine ausgebutterte Auflaufform (25 x 30 cm) legen. Für die Füllung die Walnüsse mit Zucker und Zimt mischen. Die Füllung auf dem Teig in der Auflaufform gleichmäßig verteilen, dann die zweite Hälfte des Teiges darauf setzen. Die letzte Teigschicht noch einmal gründlich mit Butter einstreichen. Den Teig mit einem scharfen Messer in kleine Rauten schneiden. In der Zwischenzeit Zucker, Wasser, Zitronensaft, Orangenblüten- und Rosenwasser ca. 5 Minuten lang zu einem leicht flüssigen Sirup einkochen lassen. Den Sirup abkühlen lassen. Das Baklava ca. 45 Minuten bei 160°C (Umluft) backen. Das heiße Baklava mit dem abgekühlten Sirup übergießen (alternativ kann man auch den heißen Sirup auf das fertig gebackene kalte (!) Baklava geben). Die Pistazien darüber bestreuen und gut durchgezogen und abgekühlt servieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 2. April 2017

Bao Buns mit Korean Fried Chicken

Habt ihr schon mal von Bao Buns gehört? Nein? Ich bis zu diesem Video von Sorted Food auch nicht. Aber nachdem ich diese leckeren, weichen, samtigen, über Dampf gegarten Teigtaschen gesehen habe, die mit knusprigen Korean Fried Chicken serviert werden, gesehen habe, war es um mich geschehen. Nur ein paar Tage später stand ich in der Küche und habe uns dieses leckere Sonntagsessen gezaubert. Die Buns erinnern mich an meine Barbecued pork steamed buns und schmecken auch ähnlich, werden nur völlig anderes geformt und sehen fast noch putziger aus. Besonders toll ist, dass man die Füllung dann sehen kann und dass sie, wie hier, schön knusprig bleibt. Das Fried Chicken allein ist schon eine Offenbarung und kann auch so gegessen werden – aber warum sollte man, wenn die Kombination mit den Buns so unschlagbar lecker ist?! Die Soße des Hähnchens hat meinen Mann und mich aus den Socken gehauen, so würzig und aromatisch ist die. Ganz großes Kino also.

 
Für die Bao Buns:

500g Mehl
50g Zucker
1 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Trockenhefe
150ml Wasser
100ml Milch
50ml Sahne
2 EL Öl

Für den Teig Mehl, Zucker, Salz, Backpulver und Hefe mischen. Dann Wasser, Milch und Sahne zufügen und alles 10 Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig zu einer Rolle formen und in gleich große Stücke (je ca. 75g) teilen. Jedes Stück zu einer kleinen Kugel rollen, dann platt zu einem Oval drücken, mit etwas Öl bestreichen und in der Mitte zusammenfalten. Die gefalteten Buns weitere 20 Minuten ruhen lassen und dann in einem Dämpfeinsatz über kochendem Wasser 20 Minuten dämpfen lassen.


Für das Korean Fried Chicken:
3 EL Speisestärke
2 TL gemahlenen Ingwer
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
600g Hähnchenstücke, in ca. 2cm große Stücke geschnitten (aus der Keule, Brust geht aber auch)
1 Chili, fein gewürfelt
50g flüssiger Honig
25ml Sojasauce
1 EL Reisweinessig
50ml Wasser
1 EL brauner Zucker
Öl zum Braten
50g Erdnüsse
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Für das Korean Fried Chicken Speisestärke, Ingwer, Salz und Pfeffer mischen und die Hähnchenstücke darin wenden. Für die Sauce Chili, Honig, Sojasauce, Reisweinessig, Wasser und Zucker mischen und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Das Hähnchen in reichlich Öl in einer Pfanne ca. 5 Minuten goldbraun backen. Eine Minute vor Ende die Erdnüsse zufügen und mitbraten und dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Sauce über das Hähnchen und die Erdnüsse geben und gut vermischen, die Frühlingszwiebeln darüber streuen und in den Bao Buns servieren. 

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 26. März 2017

Chai Latte

Kennt ihr Chai Latte? Den Gewürztee mit Milch? Ich mag das Zeug ziemlich gerne und bin vor kurzem auf die Idee gekommen, dass ich den ja auch selbst machen könnte. Gesagt getan. Eigentlich kocht man einen Gewürzsirup mit schwarzem Tee, den man wunderbar aufheben kann, um dann ganz schnell mit etwas aufgeschäumter Milch einen Chai Latte zu zaubern. Am besten probiert ihr das Verhältnis von Milch zu Sirup selbst aus und passt es eurem Geschmack an. Ich habe ca. zwei Teile Milch zu einem Teil Sirup benutzt und fand es so ganz lecker.


Für den Sirup:
1 Zimtstange
2 Nelken
2 Pimentkörner
1 Sternanis
2 Kardamomkapseln
½ Vanillestange
300ml Wasser
1 Teebeutel schwarzer Tee
Etwas frisch geriebener Ingwer
1 Prise Muskatnuss
50g brauner Zucker

Für den Chai Sirup Zimtstange, Nelken, Piment, Sternanis und Kardamomkapseln in einem Topf ohne Fett rösten, bis die Gewürze anfangen zu duften, dann das Wasser aufgießen und fünf Minuten köcheln lassen. Den Teebeutel
und Ingwer hinzufügen und alles auf dem ausgeschalteten Herd 30 Minuten durchziehen lassen. Dann Muskatnuss sowie Zucker zufügen und noch einmal aufkochen lassen, dann in sterilisierte Flaschen füllen.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 19. März 2017

Orangen-Schnecken

Diese Orangen-Schnecken sind die fruchtige und frühlingshaft anmutende Cousine der Zimtschnecken. Der Teig ist wunderschön fluffig und die Füllung schön aromatisch, cremig und herrlich fruchtig. Alle waren von diesen Schnecken begeistert, die sich gar nicht als Schnecken, sondern wunderhübsch gedreht präsentieren.

 
Für den Teig:

180ml Buttermilch
85g Butter, geschmolzen
3 Eier
510g Mehl
50g Zucker
2 ¼ TL Trockenhefe
1 ¼ TL Salz

Für den Teig die Buttermilch mit der Butter mischen. 480g des Mehls, Zucker, Hefe und Salz mischen, dann Buttermilchmischung und Eier untermischen und alles ca. 5 Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch das restliche Mehl unterkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Für die Füllung:
50g Butter
75g Zucker
2 EL Orangensaft
Geriebene Orangenschale von 2 Orangen (½ TL davon für die Glasur aufheben)

Für die Füllung Butter zusammen mit Zucker, Orangensaft und Orangenschale gut verrühren. Den Teig nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 40 x 30cm großen Rechteck ausrollen. Die Füllung gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Den Teig nun stramm aufrollen und die so entstandene Rolle in 12 gleich große Stücke schneiden. Nun kann man die Rollen entweder so direkt auf ein Backblech setzen oder aber je eine Schnecke an beiden Seiten nehmen, etwas auseinander ziehen


und ineinander verdrehen 

 
und dann erst auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. 


Die Schnecken nun noch einmal ca. 1 Stunde ruhen lassen und dann bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 22 – 25 Minuten goldbraun backen.

Für die Glasur:
150g Puderzucker
3 EL Orangensaft
½ TL Orangenschale (von der Füllung)

Für die Glasur alle Zutaten zu einer glatten Glasur vermischen und dann auf den leicht abgekühlten Schnecken verteilen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 12. März 2017

Weizensauerteigbrot

Ich mag Brote, die aus ganz wenigen Zutaten bestehen und nicht viel Schnick-Schnack erfordern, schließlich habe ich keine Lust, extra Spezialzutaten zu kaufen (von einigen wenigen Mehlsorten mal abgesehen, aber da beschränke ich mich auch auf ein paar Sorten, die ich für mehrere Brote benutzen kann), die dann ungenutzt im Schrank stehen und im schlimmsten Fall irgendwann kaputt gehen und weggeworfen werden müssen. Deshalb bin ich von diesem Brot begeistert. Es besteht nur aus Mehl (Type 550), das man in jedem Supermarkt bekommt, Wasser, Salz und Weizenanstellgut (das ich aus Vollkornmehl selbst gezogen habe). Einfachste Zutaten und trotzdem schmeckt das Brot ganz toll, weil es über lange Zeit reifen und so einen tollen Geschmack entwickeln kann. Es ist ein helleres Brot, das sich hervorragend für Sandwiches eignet. 
Da ich mittlerweile unser Brot nur noch selbst backe, habe ich nach fast einem Jahr dann doch mal 10€ für einen Gärkorb investiert und diesen gleich mit diesem Brot eingeweiht. Ich muss sagen, das hat sich gelohnt. Das Bugsieren in den Ofen wird dadurch enorm erleichtert und vor allem behält das Brot bei der langen Gärdauer seine Form so schön. Da das Rezept ein paar mehr Schritte als sonst benötigt, habe ich euch einen Zeitplan mitgeliefert, mit dem ihr das Brot bequem backen könnt.


Tag 1 (22 Uhr):
Für den 1. Starter:
55g Weizenmehl, Type 550
40g Wasser
28g Weizenanstellgut

Für den 1. Starter Mehl, Wasser und Anstellgut mischen und 12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Tag 2 (10 Uhr):
Für den 2.  Starter:
1. Starter
120g Weizenmehl, Type 550
90g Wasser

Für den 2. Starter zum 1. Starter Mehl und Wasser zufügen und 3 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Tag 2 (13 Uhr):
Für den Hauptteig:
2. Starter
330g Weizenmehl, Type 550
200g Wasser
10g Salz

Für den Hauptteig Mehl, Wasser und Salz verrühren und 30 Minuten ruhen lassen, dann den 2. Starter 5 Minuten lang auf zweiter Stufe unterkneten. Den Teig 4 Stunden reifen lassen, dabei jede Stunden einmal falten. Den Teig dann nach dem letzten Falten 15 Minuten entspannen lassen und dann zu einem länglichen Brotlaib formen und 2 Stunden im Gärkorb zur Gare stellen. 


Tag 2 (20 Uhr):
Den Teig abgedeckt 12 Stunden im Kühlschrank lagern.

Tag 3 (8 Uhr):
Am nächsten Tag das Brot auf ein Backblech stürzen und 20 Minuten bei 250°C mit Dampf backen, dann den Dampf entweichen lassen, die Temperatur auf 210°C reduzieren und weitere 25 Minuten zu Ende backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!