Mittwoch, 22. Mai 2013

Blätterteig-Kraut-Snack

Ich habe noch eine Idee für euch um geschmortes Kraut weiter zu verarbeiten. Ich habe nämlich das letzte Mal gleich einen ganzen Kohlkopf  geschmort und daraus nicht nur Krautstrudel und Krautnudeln gemacht, sondern auch diesen Snack aus Blätterteig. Das Gebäck habe ich in Budapest kennengelernt, das es das dort in einer kleinen Bäckerei um die Ecke immer zu kaufen gab. Für mich war es das Highlight überhaupt, weil es so schön würzig war und perfekt zum Snacken für abends vor dem Fernseher geeignet ist. Leider kenne ich den ungarischen Namen nicht mehr und auch mein Mann kann sich nicht mehr daran erinnern… Egal, schmeckt auch ohne Namen super gut :).


Für den Blätterteigsnack:
½ Weißkohl
2 EL Salz
2 EL Zucker
Ein kleiner Schluck Wasser
5 EL Öl
Pfeffer, frisch gemahlen
1 Rolle Blätterteig

Für den Blätterteigsnack den Weißkohl auf einer Reibe fein raspeln. Jetzt gut salzen und eine Weile stehen lassen, bis der Kohl Wasser zieht. In einer ausreichend großen Pfanne den Zucker darin karamellisieren lassen, mit etwas Wasser ablöschen, bis sich der Karamell gelöst hat. Jetzt den Kohl gut ausdrücken (so geht auch überschüssiges Salz raus und ihr müsst keine Angst haben, dass das Kraut versalzen schmeckt) und in die Pfanne geben. Bei kleiner Flamme langsam schmoren lassen, dabei hin und wieder umrühren. Das Kraut muss weich werden, wird leicht bräunlich, darf aber nicht angebraten werden. Das dauert seine Zeit, ca. 30 - 40 Minuten bestimmt. Das Kraut leicht abkühlen lassen. Den Blätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas ausrollen und die Krautfüllung auf der langen Seite des Rechteckes verteilen. Den Blätterteig von der langen Seite aufrollen und gut festdrücken. Dann die Rolle in etwa 1cm breite Stücke schneiden und die so entstandenen Blätterteigschnecken auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die Blätterteigschnecken bei 180°C ca. 10 - 15 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 19. Mai 2013

Kápostás tésta - ungarische Krautnudeln

Wie ihr ja wisst, kommt meine Schwiegerfamilie aus Ungarn und ich habe die ungarischen Gerichte fernab von Gulasch sehr schätzen und lieben gelernt. Eines dieser traditionellen Gerichte, die ich so gerne esse (mein Mann hingegen mag das gar nicht) sind Kápostás tésta, also Nudeln mit gedünstetem Kraut. Das Kraut wird lange geschmort, bis es bräunlich und leicht süß wird, was durch den Karamell, in dem das Kraut geschmort wird zusätzlich unterstützt wird. Im Prinzip ist es genau das Kraut, was ich auch bereits für die Füllung meines Krautstrudels genommen habe. Das ganze ergibt zwar keine richtige Pastasoße, aber die Nudeln (am besten kurze), werden trotzdem nicht rocken, da das Kraut mit relativ viel Öl geschmort wird. Die Krautnudeln kann man dann süß mit Zucker bestreut (was auch ich etwas seltsam finde) oder herzhaft mir reichlich frisch gemahlenem Pfeffer genießen.


Für die Krautnudeln:
½ Weißkohl
2 EL Salz
3 EL Zucker
Ein kleiner Schluck Wasser
7 EL Öl
500g kurze Pasta nach Wahl
Pfeffer, frisch gemahlen

Für die Krautnudeln den Weißkohl auf einer Reibe fein raspeln. Jetzt gut salzen und eine Weile stehen lassen, bis der Kohl Wasser zieht. In einer ausreichend großen Pfanne den Zucker darin karamellisieren lassen, mit etwas Wasser ablöschen, bis sich der Karamell gelöst hat. Jetzt den Kohl gut ausdrücken (so geht auch überschüssiges Salz raus und ihr müsst keine Angst haben, dass das Kraut versalzen schmeckt) und in die Pfanne geben. Bei kleiner Flamme langsam schmoren lassen, dabei hin und wieder umrühren. Das Kraut muss weich werden, wird leicht bräunlich, darf aber nicht angebraten werden. Das dauert seine Zeit, ca. 30 Minuten bestimmt. In der Zwischenzeit die Nudeln al Dente kochen und mit dem Kraut vermischen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Samstag, 11. Mai 2013

Banana Bread

Was macht man, wenn man Bananen zu Hause im Obstkorb liegen hat, die ihre besten Tage schon hinter sich haben? Man kann sich einen leckeren Milchshake machen (mit etwas Vanillezucker im Sommer sehr erfrischend) oder man backt sich ein Bananenbrot. Auf die Idee für das Bananenbrot brachte mich mein Mann, der vor kurzem bei einem Freund war und dessen Freundin eben ein solches Bananenbrot gebacken hatte. Das fand er so lecker, dass er mich am nächsten Tag gleich darum bat, das doch mal nachzubacken. Kein Problem, schnell nach dem Rezept gefragt und schon ein paar Tage später stand das Brot bei uns zum Frühstück auf dem Tisch. Eigentlich ist das gar kein richtiges Brot, sondern eher ein Kuchen, der aber eine dichtere Konsistenz hat und etwas robuster ist. Ich fand das Brot sehr gelungen und es ist auch schön wandelbar, man kann nämlich je nach Geschmack gemahlene oder gehackte Nüsse verwenden. Auch die Nusssorte ist eurem Geschmack überlassen, oder ihr könnt stattdessen Schokolade oder Kokosnussraspeln verwenden. Wer mag kann auch noch Gewürze zufügen, wie zum Beispiel Zimt oder aber auch etwas Rum zum Aromatisieren. Ein sehr wandelbares Rezept also, das sich eurem Vorratsschrank anpasst.


Für ein Banana Bread:
½ cup Öl
½ -1 cup Zucker, je nach Geschmack (ich habe nur ½ verwendet)
2 Eier
2-3 reife Bananen, zermatscht
2 cups Mehl
1 TL Natron
½ TL Backpulver
3 EL Milch
½ TL Vanilleextrakt
½ cup gemahlene oder gehackte Nüsse, z.B. Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse

Für das Banana Bread das Öl mit dem Zucker verrühren, die Eier sowie die Bananen zufügen und gut verrühren. Mehl, Natron und Backpulver mischen und zu dem Eiergemisch sieben. Milch und Vanilleextrakt zufügen und alles kurz zu einem glatten Teig verrühren. Die Nüsse unterheben. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Kastenform geben und bei 180°C ca. 1 Stunde backen. Das Banana Bread kurz in der Form stehen lassen, dann auf einen Gitterrost stürzen und abkühlen lassen. Die Nüsse können auch durch Schokolade ersetzt werden.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 5. Mai 2013

Pasta mit Tomaten-Tofu-Creme

Bei Pastasoßen probier ich ja gerne aus, wie ihr mittlerweile wisst. Dieses Mal hat mich in „Vegetarisch! Das Goldene von GU“ ein Rezept für eine vegane Pastasoße oder besser gesagt Creme angelacht, die nicht gekocht wird. Sie sieht ein bisschen aus wie ein Pesto, ist aber viel cremiger und mein Mann meinte, dass sie ihn etwas an Quark erinnern würde. Am besten hat mir die Pasta mit ein paar zusätzlichen Oliven geschmeckt, das gab den letzten nötigen Frischekick. Auch ein paar frische Tomaten dazu stelle ich mir toll vor, oder Frühlingszwiebeln, oder oder oder. Auch die Creme selbst ist bestimmt sehr wandelbar, auch wenn ich es noch nicht ausprobiert habe. Zum Beispiel mit geschmorten Zwiebeln, oder anderen Kräutern oder ohne Oliven, oder mit Kapern und so weiter. Die Idee als Basis pürierten Tofu zu nehmen finde ich auf jeden Fall sehr spannend.







Für die Tomaten-Tofu-Creme:

200g Tofu
Ca. 10 Oliven
1 Knoblauchzehe
3 EL Tomatenmark
¼ TL Curry
1 TL Kräuter der Provence
8 EL Olivenöl
Salz Pfeffer
Pasta nach Wahl

Für die Tomaten-Tofu-Creme den Tofu, die Oliven und den Knoblauch etwas klein schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einer glatten Masse pürieren, wenn nötig etwas des Pastawassers unterrühren, damit eine geschmeidige Creme entsteht. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der tropfnassen Pasta vermischen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 28. April 2013

Lemon Curd 2.0

Ich habe euch bereits eine Variante von Lemon Curd vorgestellt, von dem ich nach wie vor überzeugt bin, allerdings liefert dieses Rezept ein etwas festeres und verlässlicheres Ergebnis. Außerdem muss man nicht so sehr aufpassen, dass die Eier nicht gerinnen und die Masse trotzdem dick abbindet, da die Speisestärke dies bereits übernimmt. Wem das Gleiche passiert wie mir und das Ei obwohl man aufpasst etwas gerinnt, der kann das Curd einfach durch ein feines Sieb streichen und schon hat man eine perfekt glatte Masse. Das Lemon Curd habe ich zum Osterbrunch mitgebracht, weil es die perfekte Ergänzung zum Hefekranz war, aber auch zum Honig-Bierbrot stelle ich es mir genial lecker vor, weil das Curd so schön frisch schmeckt.
 
 
Für das Lemon Curd:
Saft und Schale von 3 Zitronen
150g Zucker
1 EL Speisestärke
80g Butter
3 Eier
 
Für das Lemon Curd Zitronensaft, Zitronenschale und Zucker mit der Speisestärke gut vermischen und aufkochen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und die klein geschnittene Butter nach und nach unter die Masse rühren. Die Eier verquirlen und untermischen. Bei schwacher Hitze unter Rühren das Curd so lange erhitzen bis es dickflüssig wird.
 
Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Montag, 22. April 2013

Honig-Bierbrot

Bald kommt sie wieder, die Grillzeit. Und was braucht man neben Steaks, Würstchen, Soßen und Salaten noch? Genau, ein leckeres Brot. Ich hab da ein tolles Rezept für euch, das ganz schnell mein neues Lieblingsbrot wurde und zwar dieses Honig-Bierbrot. Eigentlich ist es ja schon fast ein Kuchen, aber trotzdem irgendwie auch nicht und auch herzhafter Belag passt hervorragend zu diesem Brot. Der Teig ist unglaublich schnell angerührt, muss nicht gehen und kann sofort gebacken werden, eignet sich somit perfekt für spontane Back-Aktionen. Der Teig hat nach dem Backen wunderbare Poren und ist so unglaublich knusprig dadurch, dass man geschmolzene Butter vor dem Backen über den Teig träufelt. Der Wahnsinn sag ich euch. Und ich hatte es ja fast nicht geglaubt, aber man schmeckt wirklich ein leichtes Bieraroma beim fertigen Brot durch, das jedoch so dezent ist, dass es nicht stört. Ein wunderbar harmonisches Brot, das schnell gemacht ist, was will man mehr?
 
 
Für ein Brot:
2 cups Mehl, Type 405
1 cup Mehl, Type 550
1 EL Zucker
1 EL Backpulver
1 TL Salz
350ml Bier
3 EL Honig
4 EL geschmolzene Butter
 
Für das Brot beide Mehlsorten mit Zucker, Backpulver und Salz mischen. Das Bier und den Honig zufügen und mit einem Löffel gut verrühren. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und die geschmolzene Butter gleichmäßig darüber verteilen. Das Brot bei 180°C  ca. 50 – 60 Minuten goldbraun backen (Stäbchentest nicht vergessen). Etwas in der Form stehen lassen, dann auf einen Rost stürzen und abkühlen lassen.
 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!

Sonntag, 14. April 2013

Schwarzwaldrolle

Und das Beste kommt zum Schluss ;) Was ich für meinen Vater als Dankeschön für seine Hilfe beim Umzug (ohne ihn wären wir ganz schön verloren gewesen) backen würde stand von Anfang eigentlich fest, denn er liebt Schwarzwälder Kirschtorte über alles. Die backe ich ihm auch hin und wieder. Diesmal jedoch wollte ich ein bisschen Variation reinbringen und die Torte etwas leichter gestalten, weshalb ich mich einerseits für eine Rolle statt für eine runde Torte entschieden habe und diese dann nicht mit purer Sahne sondern mit einer Quark-Sahne-Masse gefüllt habe. Das war eine gute Entscheidung und allen (selbst meinem Vater, bei dem ich ja etwas skeptisch war, ob er nicht sagt „lecker, aber das ist keine richtige Schwarzwälder“) hat die Torte wunderbar geschmeckt. Sie ist viel leichter, aber auch aromatischer als das Original und hat trotzdem den charakteristischen Geschmack aus Schokolade, Kirschen und Sahne. Die perfekte modernisierte Variante eines Klassikers.
 
 
Für den Teig:
4 Eiweiß
1 Prise Salz
4 Eigelbe
80g Zucker
3 EL heißes Wasser
50g Mehl
50g Speisestärke
20g Kakaopulver
etwas Zucker zum Bestreuen
 
Für die Füllung:
300g Magerquark
50g Zucker
3 Blätter weiße Gelatine
2 EL Kirschwasser
100ml Schlagsahne
3 EL Sauerkirschkonfitüre
1 Glas Schattenmorellen, abgetropft
 
Für den Teig das Eiweiß mit Salz steif schlagen. Die Eigelbe mit Zucker und Wasser sehr schaumig aufschlagen. Mehl, Stärke und Kakao mischen, über die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und bei 200°C (Ober-/Unterhitze) 8 – 10 Minuten backen. In der Zwischenzeit ein sauberes Küchentuch dünn mit Zucker bestreuen. Nach dem Backen die Teigplatte sofort auf das Küchentuch stürzen, Backpapier abziehen und sofort mithilfe des Tuchs aufrollen. Die Bisquitplatte auskühlen lassen.
 
Für die Füllung den Quark mit Zucker glatt rühren. Die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und im heißen Kirschwasser auflösen. Etwas des Quarks zur Gelatine rühren (Temperaturausgleich!) und dann die Gelatine vorsichtig unter den Quark rühren. Wenn die Masse beginnt zu gelieren die Sahne steif schlagen und unterheben. Zum Befüllen den Biskuit aufrollen und mit Konfitüre bestreichen. Die Quarkmasse darauf verteilen und auf einer langen Seite des  Biskuits die Kirschen verteilen. Den Biskuit von der langen Seite her aufrollen und 1 Stunde kalt stellen.
 
Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es euch schmecken!